Zeitbombe unter dem Ostsee-Eis: weiteres Öl

Donnerstag, Februar 16, 2006
Tallinn/Estland
Nur acht von den etwa 20 Tonnen des Ölunfalls haben die estländischen Behörden bisher geborgen. Der Grund: Ein Teil des Ölteppichs ist unter der Eisdecke eingeschlossen.
„Wir befürchten, dass es zu einer weiteren Ölpest kommen wird, sobald das Eis schmilzt. Das ist dann auch eine große Gefahr für die Zugvögel,“ erklärt Dr. Elvira Schettler, deutsche IFAW-Veterinärin in Tallinn. „Diese Ölpest macht wieder einmal deutlich, dass wir dringend eine bessere Überwachung der Schiffe benötigen. Zudem muss endlich gewährleistet sein, dass Schiffe ihr Altöl nur in Häfen entsorgen“.

Der IFAW schult derzeit lokale Helfer in der Rehabilitation verölter Seevögel. Dadurch sind die Menschen vor Ort in der Lage, kommende Ölunfälle eigenständig zu bewältigen.

Bisher wurden über 3000 tote Vögel geborgen. IFAW-Experten und lokale Helfer waschen und rehabilitieren zur Zeit 90 Seevögel in dem IFAW-Rehabilitationszentrum 30 Kilometer südlich von Tallinn.

Der IFAW unterhält ein weltweit anerkanntes Experten-Team für die Rehabilitation verölter Seevögel. Bei großen Öl-Unfällen in Spanien (Tankerunglück „Prestige“, 2002), und etwa in Südafrika (Havarie der „Treasure“, 2000) retteten die IFAW-Spezialisten zehntausende von Vögeln.

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