Junger Elefant vor Wilderern gerettet

Dienstag, August 2, 2005
Peking/China
Ein dreijähriges Elefantenkalb konnten IFAW-Mitarbeiter aus einer Wildererfalle retten. Es gehört zu einer frei lebenden, kleinen Elefantenpopulation im Südwesten Chinas. Sie umfasst möglicherweise nicht mehr als 200 Individuen.
Der junge Elefant, ein Mädchen, war mit dem rechten Hinterbein in  eine Schlagfalle geraten. Als sie gefunden wurde, war die Wunde stark infiziert, Maden und Pilze hatten sie befallen.

„Auch wenn es diesmal für das Kalb glimpflich ausging, der Fall macht sichtbar, wie grausam Wilderei ist. Die Wilderei und ihre Ursachen – meist der Elfenbeinhandel - müssen weltweit konsequenter verfolgt werden. Keine Nachfrage, auch in Deutschland, bedeutet: Kein Tier muss für Tand sterben“, kommentiert Peter Pueschel, Leiter der Wildtier-Handels-Kampagne des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds).

IFAW-Mitarbeiter befreiten das Kalb und versorgten die Wunden. Internationale Experten wurden für die Behandlung der lebensbedrohend infizierten Wunde um Hilfe gefragt.

Das Kalb ist jetzt auf dem Wege der Besserung und wurde auf den Namen „Ranran“ getauft. Ranran steht im Chinesischen für „Sicherheit“ aber auch für „Wendepunkt im Leben“. Sobald Ranran wieder vollständig gesund ist, wird sie in die Wälder entlassen.

Der vom IFAW aufgedeckte Vorfall  führte dazu, dass die Behörden  eine Untersuchung einleiteten, Anti-Wilderer-Maßnahmen verstärkten und 585 Schlagfallen unterschiedlicher Größe in Läden und in den Wäldern beschlagnahmten.

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