Walfang-Konferenz beendet

Freitag, Juni 24, 2005
Ulsan/Südkorea
Die 57. Tagung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) ging heute zuende. Während der letzten fünf Tage konnten Japans Versuche, das Walfang-Verbot aufzuheben, abgewiesen werden.
Wesentliche Abstimmungen waren: Japans Vorstoß, das Moratorium aufzuheben und gleichzeitig die weltweiten Walschutz-Gebiete abzuschaffen. Japan konnte sich damit nicht durchsetzen. Dafür lehnte eine Mehrheit der Länder den Wissenschaftlichen Walfang Japans in einer Resolution ab. Auch bekam der durch die Berlin-Initiative vor zwei Jahren eingerichtete Umweltausschuss einen weiteren Arbeitsauftrag.

„Die Walschützer haben ihre Mehrheit behalten, aber sie schwindet. Wichtig ist, dass der Wissenschaftliche Walfang kritisiert wurde und die Pläne Japans, seinen Walfang massiv auszuweiten, abgelehnt wurden,“ kommentiert Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Leiter von IFAW Deutschland. „Es ist aber ein Unding, dass nach 40 gleichlautenden Resolutionen der Wissenschaftliche Walfang einfach weiter geht. Es wird jetzt dringend notwendig, dass auf höchster Ebene Druck auf Japan ausgeübt wird. Die IWC muss die Möglichkeit bekommen, solche Resolutionen auch durchzusetzen.“

Die Gefahr, dass die Kommission sich vom Walschutz- in ein Walfanggremium wandelt, ist noch nicht gebannt. Japan deutete an, mehr den Walfang unterstützende Länder würden zur nächsten Tagung im kommenden Jahr in St. Kitts und Nevis der IWC beitreten.

Post a comment

Pressekontakt

Andreas Dinkelmeyer (IFAW, Germany)
Telefon:
+49 (040) 866 500 15
E-Mail:

Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
Regionaldirektorin Ozeanien
IFAW Japan Representative
Repräsentantin IFAW Japan
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale
Robbie Marsland, Regionaldirektor Großbritannien
Regionaldirektor Großbritannien