Japans Vorstoß, Walfangverbot aufzuheben, gescheitert

Dienstag, Juni 21, 2005
Ulsan/Südkorea
Japans Vorstoß, das Walfangverbot aufzuheben, ist zunächst gescheitert. Auf der heutigen Sitzung der Walfang-Kommission in Ulsan/Südkorea wollte Japan das seit 1986 bestehende Walfang-Moratorium aufheben, gleichzeitig alle Wal-Schutzgebiete abschaffen und die kommerzielle Waljagd wieder zulassen.
Die Mehrheit der anwesenden Länder lehnte den Antrag ab; 29 Länder stimmten gegen, 23 für Japans Vorschlag, 5 Länder enthielten sich der Stimme. Eine Dreiviertel-Mehrheit ist nötig, um das Walfangverbot aufzuheben.

„Dieses Mal ging es für die Wale noch gut aus,“ kommentiert Dr. Ralf Sonntag, Meeresexperte und Leiter von IFAW-Deutschland. „Ob die Walschützer die Mehrheit bei weniger radikalen Vorschlägen behalten werden, müssen wir abwarten. Natürlich tun wir alles, um eine Aufhebung des Walfangverbots, egal in welcher Verkleidung sie kommt, zu verhindern. Noch ist das Thema nicht vom Tisch. Mit aller Macht wird von den Walfängern an einer Aufhebung des Verbots gearbeitet“.

Das Walfangverbot besteht seit 1986. Trotzdem wurden seitdem 25.000 Wale gejagt, davon töteten allein Japan und Norwegen mehr als 18.000 Tiere. Japan hat gleich zu Beginn der Tagung seine Pläne kundgetan, in Zukunft im Namen der Wissenschaft statt der bisherigen 440 Zwergwale 935 Tiere dieser Art zu töten. Zusätzlich beabsichtigt das Land, 50 Finn- und Buckelwale zu jagen.

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