Norwegen jagt wieder Wale
Montag, April 25, 2005
Oslo
Obwohl die Regierung die Quote in den letzten Jahren beständig erhöhte,
töteten die Fischer immer weniger Wale. So durften 2002 671 Zwergwale gefangen
werden, tatsächlich schossen die Walfänger 634 Tiere. Auch in den folgenden
Jahren wurde die gesetzte Quote nicht erreicht. Im Jahr 2004 wurden
541 von 670 erlaubten Zwergwalen gefangen. Einer der Gründe dafür war zum Teil
schlechtes Wetter.
„Norwegen sollte den Walfang ganz einstellen. Niemand braucht Walfleisch. Selbst intensive Bemühungen der norwegischen Regierung, das Fleisch nach Japan zu exportieren, scheiterten an der Weigerung Japans, das ja selbst eine Walfangnation ist,“ erklärt Meeresbiologe Dr. Ralf Sonntag, Leiter des IFAW-Büros in Hamburg. „Die Walprodukte aus Norwegen sind mit Umweltgiften belastet, zudem hat die japanische Regierung schon genug Probleme, das Fleisch aus ihrem eigenen Walfang zu vermarkten. Eine weitere Erhöhung der Quote in Norwegen ist also völlig sinnlos.“
Letztes Jahr hatte die norwegische Regierung in einem Weißbuch den Plan festgeschrieben, den Walfang auszuweiten. Die drastische Erhöhung der Fangquote, die Verlängerung der Jagdsaison um vier Wochen und die Einführung einer „Black Box“ sind deutliche Zeichen, dass die Regierung an ihrem Ziel festhält.
Eine „Black Box“ auf jedem Schiff soll die vorgeschriebenen Inspektoren ersetzen, die die Einhaltung der norwegischen Waljagd-Bestimmungen überwachen sollen. Die Box registriert die Anzahl der abgefeuerten Schüsse, die Position des Schiffes, die Zeit zwischen Schuss und Anbordhieven des Wals und weitere technische Details.
„Norwegen sollte den Walfang ganz einstellen. Niemand braucht Walfleisch. Selbst intensive Bemühungen der norwegischen Regierung, das Fleisch nach Japan zu exportieren, scheiterten an der Weigerung Japans, das ja selbst eine Walfangnation ist,“ erklärt Meeresbiologe Dr. Ralf Sonntag, Leiter des IFAW-Büros in Hamburg. „Die Walprodukte aus Norwegen sind mit Umweltgiften belastet, zudem hat die japanische Regierung schon genug Probleme, das Fleisch aus ihrem eigenen Walfang zu vermarkten. Eine weitere Erhöhung der Quote in Norwegen ist also völlig sinnlos.“
Letztes Jahr hatte die norwegische Regierung in einem Weißbuch den Plan festgeschrieben, den Walfang auszuweiten. Die drastische Erhöhung der Fangquote, die Verlängerung der Jagdsaison um vier Wochen und die Einführung einer „Black Box“ sind deutliche Zeichen, dass die Regierung an ihrem Ziel festhält.
Eine „Black Box“ auf jedem Schiff soll die vorgeschriebenen Inspektoren ersetzen, die die Einhaltung der norwegischen Waljagd-Bestimmungen überwachen sollen. Die Box registriert die Anzahl der abgefeuerten Schüsse, die Position des Schiffes, die Zeit zwischen Schuss und Anbordhieven des Wals und weitere technische Details.
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