IFAW hilft bei Auswilderung von zwei Bären in Indien

Freitag, März 11, 2005
Arunachai Pradesh/Indien
Eine Pioniertat: Mit Hilfe des IFAW konnten in Indien zum ersten Mal zwei Kragenbären (Ursus thibetanus) ausgewildert werden.
Die zwei Bären waren drei Monate alte Waisen, als Mitarbeiter der Forstbehörde sie im Itanagar Wildtier-Schutzgebiet in ihre Obhut nahmen. Sie nannten sie Lucky und Leela und brachten sie in das Rehabilitationszentrum für Bären im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh nahe der Stadt Pakke. Im Alter von zwei Jahren wurden sie jetzt ausgewildert.

Bei der Aufzucht half der bekannte „Bärenvater“ und Experte Dr. Valentin Pazhitnov, der mit Mitteln des IFAW seit Jahren in Russland verwaiste Bärenjunge aufnimmt, großzieht und später erfolgreich auswildert.

Sein wichtigstes Prinzip dabei: Der Kontakt von Menschen zu den Bärenjungen ist auf ein Minimum reduziert. Es wurde auch hier angewendet.

„Es ist großartig, diese zwei kleinen Bären nun in Freiheit zu wissen. Die Rehabilitation war ein langwieriger und schwieriger Prozess. Unsere Erfahrungen mit Lucky und Leela werden uns helfen, jetzt noch mehr Kragenbären-Waisen zu helfen“ erklärt Dr. Anand Ramanathan, Leiter des IFAW Tiernotrettungs-Teams. „Die Bären wurden zunächst in ein Gehege am Ort der Auswilderung gebracht und nach zwei Tagen frei gelassen. Lucky und Leela tragen Sender, das ermöglicht uns, ihre Bewegungen zu verfolgen. Bisher hat sich Lucky 700 Meter weit in den Wald gewagt, Leela blieb in der Nähe des Geheges. Aber wir erwarten, dass sie sich bald einleben werden.“

Das Rehabilitationszentrum, das der IFAW zusammen mit seiner indischen Partnerorganisation „Wildlife Trust of India“ eingerichtet hat, kann bis zu 16 Bärenwaisen gleichzeitig aufnehmen. Die Bärenkinder bekommen überwiegend Wildfrüchte, um sie an ihre natürliche Nahrung zu gewöhnen.

Die Zahl der indischen Kragenbären ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. Ursache: Lebensraumzerstörung und Wilderei. Bisher waren verwaiste Bärenkinder in Zoos gebracht worden. Das wird nicht mehr nötig sein. Dank des Rehabilitationszentrums können die Tiere aufgezogen und wieder in die Freiheit entlassen werden. Damit stärken sie die Population der wild lebenden Bären.

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Pressekontakt

Andreas Dinkelmeyer (IFAW)
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