tenBoma: ein Meilenstein im Kampf gegen die Wilderei

tenBoma ist ein Wildtierschutz-Projekt, um Afrikanische Elefanten und zahlreiche weitere Arten in ihren natürlichen Lebensräumen zu schützen.

Sehen Sie in unserem Video, wie wir Elefanten mit tenBoma schützen können.

tenBoma bedeutet übersetzt „Zehn Häuser“ und ist angelehnt an eine afrikanische Weisheit, nach der die Sicherheit in einer ganzen Gemeinde zunimmt, wenn die Bewohner von zehn Häusern aufeinander achtgeben. Auf ähnliche Weise arbeiten wir mit der lokalen Bevölkerung, mit Regierungen und Vollzugsbehörden wie dem Kenya Wildlife Service zusammen, um ein Informationsnetzwerk aufzubauen und damit Wildereiaktivitäten und andere Bedrohungen für Wildtiere vorherzusagen und zu verhindern.

Wir sind der Auffassung, dass man ein Netzwerk braucht, um ein anderes Netzwerk zu zerstören. Wilderer sind in kriminellen Netzwerken organisiert, und auch Schmuggler, Zwischenhändler und andere Mittäter sind Teile dieses Systems. Um diesen kriminellen Netzwerken immer einen Schritt voraus zu sein, war es notwendig, ein flexibles und reaktionsschnelles Sicherheitsnetzwerk zum Schutz der Wildtiere zu erschaffen.

Dies gelingt uns, indem wir einerseits den Informationsaustausch unter unseren Netzwerkpartnern ermöglichen und andererseits Informationen von Wildhütern und der lokalen Bevölkerung, die ungewöhnliche Vorkommnisse beobachten, mit technischen Daten aus der Satellitenüberwachung kombinieren. Die Informationen werden zusammengeführt, um Hinweise über geplante Wildereiaktivitäten und andere Gefahren für Wildtiere zu erhalten. Dann werden die Informationen mit den Einsatzkräften vor Ort geteilt, damit sie den Bedrohungen begegnen können, bevor die Wilderer zuschlagen.

Das tenBoma-Pilotprojekt des IFAW begann im Tsavo-East-Nationalpark, dem wichtigsten Schutzgebiet in Kenia, und wurde seitdem auf den Tsavo-West-Nationalpark sowie auf die Ökosysteme Amboseli und Kilimandscharo ausgeweitet. Um die Tsavo-Nationalparks zu schützen, arbeiten spezielle geschulte Experten für Verfahrensfragen und Aufklärung des IFAW eng mit dem Kenya Wildlife Service zusammen. Mittlerweile wurden bereits über 70 Mitarbeiter des Kenya Wildlife Service in Verfahrensfragen und Aufklärung ausgebildet. Infolgedessen konnten bereits drei Großeinsätze durchgeführt werden, bei denen Straftäter festgenommen werden konnten. Auch INTERPOL ist Partner des tenBoma-Projekts und die Leiterin des tenBoma-Projekts Faye Cuevas wurde vom Magazin VICE als eine der „herausragenden Persönlichkeiten des Jahres” geehrt.

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