Wissenschaft rettet Elefanten - Internationale Partnerschaft schützt Amboseli-Elefanten

Wissenschaft rettet Elefanten - Internationale Partnerschaft schützt Amboseli-El
Dienstag, Mai 28, 2013
Nairobi, Kenya

Mit Hilfe einer wissenschaftlichen Studie sollen im kenianischen Amboseli-Nationalpark die Lebensräume von Elefanten und anderen Wildtieren gesichert werden.

Im Rahmen einer fünfjährigen Partnerschaft zwischen dem IFAW, der School of Field Studies (SFS) und dem Kenya Wildlife Service (KWS) werden Wissenschaftler, Forscher und Tierärzte Elefantenpopulationen im Park beobachten, um ihren Bedarf an Platz und Ressourcen zu bestimmen. Das Projekt dient dazu, Konflikte zwischen Menschen und Elefanten künftig zu vermeiden.

"Es ist eine Tatsache, dass die 1.400 in Amboseli lebenden Elefanten bis zu 80 Prozent der Zeit außerhalb des Nationalparks verbringen. Sie bewegen sich auf dem umliegenden Massai-Farmland, wandern in den Nationalpark Tsavo West und südlich über die Grenze nach Tansania - bis in den Kilimandscharo-Nationalpark. Doch wie weit gehen sie? Wo genau gehen sie hin? Warum gehen sie dorthin? Welche Bedrohungen und Herausforderungen gibt es für sie? All das sind Fragen, die wir mit der Studie beantworten können", so James Isiche, Leiter des IFAW Ostafrika bei deen Feierlichkeiten, die vergangenen Donnerstag in Amboseli anlässlich des Beginns der Partnerschaft zwischen IFAW und SFS stattfand.

Die Studie trägt den Titel "Räumliche Bedürfnisse Afrikanischer Elefanten und damit verbundene Faktoren im südlichen Kenia – Studie zur der Lebensräumen von Wildtieren" und wird von Dr. Moses Makojio Okello, dem Leiter des SFS Center for Wildlife Management Studies in Kenya and Tanzania, geleitet.

"Elefanten brauchen Platz und Ressourcen, um frei leben und sich fortpflanzen zu können und um der führenden Rolle, die sie in  Ostafrika spielen, gerecht werden zu können", so Dr. Okello. "In der Partnerschaft von IFAW und SFS vereinen wir die Leidenschaft, die Visionen sowie die wissenschaftlichen und personellen Kapazitäten unserer beiden Organisationen, um die Bestände, den Lebensraum und die Fortpflanzungsfähigkeit der charismatischen Amboseli-Elefanten nachhaltig zu schützen."

Der erste Schritt der Studie vor zwei Monaten bestand in der Ausstattung von sechs Elefanten (vier Bullen und zwei Kühe) mit Funkhalsbändern, um sie für mindestens zwei Jahre zu überwachen und dadurch wichtige Informationen über die Bewegungsmuster der Elefanten innerhalb und außerhalb von Amboseli zu sammeln.

Mit diesen Informationen wollen die Wissenschaftler in Erfahrung bringen, welches die bevorzugten Lebensräume der Elefanten sind, warum sie einige Gebiete bevorzugen und welche Gefahren für die Tiere bestehen. Diese Informationen ermöglichen es dem Team, klare Empfehlungen auzusprechen, wie Elefantenherden nachhaltig geschützt werden können.

"Mit Hilfe der Ergebnisse der Untersuchung können wir die idealen Lebensbedingungen der Dickhäuter aus der Sicht der Elefanten nachvollziehen", so Isiche. "Wir können dann ihre bevorzugten Lebensräume durch wichtige Korridore verbinden und die Gebiete in Amboseli sichern, die für den Schutz der reichen Tierwelt und besonders der Elefanten, am wichtigsten sind."

Die Studie ist ein Teil unseres Amboseli-Projekts, in dessen Rahmen unter anderem Wildhüter ausgebildet werden, ein Elefantenkorridor auf dem Farmland der einheimischen Massai eingerichtet wird und gemeinsam mit den Massai nachhaltige Tourismusinitiativen zum Schutz der Elefanten entwickelt werden. Sie ist außerdem Bestandteil einer fünfjährigen Forschungsarbeit des SFS Center for Wildlife Management Studies, die untersucht, wie Landnutzung und verfügbare Ressourcen im Amboseli-Ökosystem sowohl den einheimischen Gemeinden als auch dem Schutz der Artenvielfalt am besten in Einklang gebracht werden können.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zum Schutz der Elefanten.

Über die School for Field Studies:
Seit über 30 Jahren verbindet die größte Hochschule für internationale Umweltstudien der USA praktische, interdisziplinäre Untersuchungsansätze mit wissenschaftlicher Forschung, um nachhaltige Lösungen für drängende Umweltprobleme zu erarbeiten. Die Studenten der SFS arbeiten mit der lokalen Bevölkerung zusammen, um praktische Lösungen für den Umgang mit natürlichen Ressourcen zu finden. Das Studium bei der SFS bietet ihnen die Voraussetzungen für eine berufliche Laufbahn als kompetente Umweltexperten.

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Pressekontakt

Steve Njumbi (IFAW East Africa)
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+2520 387 0540 or 387 48744
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Moses Makonjio Okello, Ph.D. (The School for Field Studies, East Africa)
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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
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