Siebte Auswilderung eines rehabilitierten Amurtigers in Russland

Heute wurde das Amurtigerweibchen Filippa ausgewildert. Sie ist eine von insgesamt sieben rehabilitierten Amurtigern, die bisher im Osten Russlands zurück in die Freiheit entlassen wurden. Ein Ziel dieser Auswilderungen ist es, dafür zu sorgen, dass sich der Bestand an Sibirischen Tigern in der Region erholt. 

Ende 2015 kam Filippa ins PRNCO-Tigerzentrum, das sich um die Rehabilitation und Auswilderung von Tigern und anderen seltenen Tierarten kümmert. Das Zentrum befindet sich in der Region Primorje und wird vom IFAW finanziell unterstützt. Filippa war als kleines verängstigtes Junges im Bezirk Khasansky gerettet worden. Man vermutet, dass ihre Mutter Opfer von Wilderern geworden war und ihr Junges deshalb allein zurückließ.

Filippa entwickelte sich sehr gut während ihrer Zeit im Tigerzentrum und wurde bald zu einer cleveren Jägerin. Inzwischen hat sie alle Fertigkeiten erlernt, die sie zum Überleben in der Wildnis braucht - so zum Beispiel, wie man Beute vor Aasfressern versteckt und wie man sich gegenüber Artgenossen verhält.

Nun ist es an der Zeit, sie in die geschützte Wildnis zu entlassen. Dafür wurde sie in die Jüdische Autonome Oblast gebracht. Diese Gegend wurde mithilfe einer Untersuchung bestimmt, die der IFAW finanzierte. Im Rahmen dieser Untersuchung war eine Liste geeigneter Auswilderungsorte für rehabilitierte Tiger erstellt worden. Die russische Umweltbehörde wählte für Filippas Auswilderung daraufhin das staatliche Dichun-Schutzgebiet in der Jüdischen Autonomen Oblast aus.

Filippa's Journey Back to the Wild

Ekaterina Blidchenko, Zoologin im PRNCO-Tigerzentrum, hat Filippa seit ihrer Rettung betreut. Sie weiß, dass die ersten Wochen nach der Auswilderung einen wesentlichen Einfluss darauf haben, ob ein Tiger in Freiheit überlebt. Die Tiere müssen ein eigenständiges Leben führen und die Fertigkeiten nutzen, die sie während der Rehabilitation gelernt haben.

Filippa wird von der regionalen Naturschutzbehörde der Jüdischen Autonomen Oblast mithilfe des Senderhalsbands in Zukunft weiter überwacht. "Angesichts der Tatsache, wie gut sie bisher alle Herausforderungen gemeistert hat, gehen wir davon aus, dass sie ihren Platz in der Wildnis finden wird", so Blidchenko.

Ich bin sehr glücklich, dass wir zu dieser wichtigen Arbeit einen Beitrag leisten können. Und wir hoffen, dass Filippa in der Wildnis ein langes und glückliches Leben haben wird.

Maria (Masha) N. Vorontsova

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW zur Rettung der letzten Tiger.

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Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften