Manas-Nationalpark: Das Nashorn, mit dem alles begann, hat Nachwuchs bekommen

Grund zum Feiern: Mainao mit Nachwuchs. Sie wurde 2002 gerettet und war das erste Nashorn, das in den Manas-Nationalpark ausgewildert wurde. Hier sehen wir sie beim Bad mit ihrem Kalb.  Mehr gute Nachrichten aus dem Manas-Nationalpark im indischen Bundesstaat Assam: Das erste gemeinsam vom IFAW und dem Wildlife Trust of India von Hand großgezogene und in den Nationalpark ausgewilderte Nashorn Mainao, hat dieses Frühjahr ein gesundes Kalb zur Welt gebracht. Solche Erfolgsgeschichten erfüllen uns mit Stolz und mit Dankbarkeit für die Unterstützung durch unsere Förderer.

Mainaos Beispiel zeigt, dass die sorgfältige Betreuung und Versorgung verwaister Nashörner erfolgreich ist. Die junge Mutter und ihr gesundes Kalb wurden am 2. Juni beim Rupahi Camp im östlichen Teil des Nationalparks gesichtet. Der Name Mainao ist treffend gewählt. Er bedeutet Lakshmi in der tibeto-burmanischen Sprache Bodo. Lakshimi ist die Hindu-Göttin für Reichtum und Wohlstand.

Mainao folgt damit der Nashornkuh Ganga, die ebenfalls vom IFAW und dem Wildlife Trust of India rehabilitiert und 2007 im Manas-Nationalpark ausgewildert wurde, wo sie Nachwuchs zur Welt brachte. Ganga war im Juni 2004 im Alter von drei Monaten von Mitarbeitern der Forstbehörde Assam aus einem Überschwemmungsgebiet im Kaziranga-Nationalpark gerettet worden.

Mainao war das erste Nashorn, das in den Manas-Nationalpark ausgewildert wurde.

Mit Mainao wurde ein Programm zur Wiederansiedlung von Nashörnern im Park in Gang gesetzt, die nach den Bürgerkriegen in den 1980er und 1990er Jahren dort komplett ausgerottet worden waren. Mainao war erst wenige Wochen alt, als Mitarbeiter der Forstbehörde Assam sie 2002 aus einem überschwemmten Gebiet im Kaziranga-Nationalpark retteten und in die nahe gelegene IFAW-Wildtierstation brachten.

In den folgenden vier Jahren wurde sie von unserem Team in der Wildtierstation mit der Flasche großgezogen und schließlich feierlich nach Manas gebracht. Dort kam sie zunächst in ein über 13 Hektar großes provisorisches Gehege, in dem sie vor Feinden geschützt war und sich in Ruhe an ihre neue Eigenständigkeit gewöhnen konnte.

Insgesamt leben heute fünf mit der Flasche großgezogene Nashörner im Manas-Nationalpark.

Drei Kühe und zwei Bullen haben dort eine Heimat gefunden. Ich danke dem ganzen Team in der IFAW-Wildtierstation, die Mainao und die anderen Nashörner großgezogen haben. Und mein besonderer Dank gilt auch unseren Förderern, die es dem IFAW und dem Wildlife Trust of India ermöglichen, sich mit ganzer Kraft für die Erhaltung des Nashorns einzusetzen.

Während der schweren Unruhen in den 1980er und 1990er Jahren wurden viele Tierarten im Park stark dezimiert, was die UNESCO im Jahr 1992 dazu veranlasste, den Manas-Nationalpark als ein gefährdetes Weltnaturerbe einzustufen. Seit Anfang dieses Jahrhunderts herrscht wieder Frieden in der Region. Gemeinsam mit dem Wildlife Trust of India konnten wir die Umsetzung verschiedener Wildtier- und Umweltschutzprojekte unterstützen, zu denen auch die Wiederansiedlung von Nashörnern im Park zählt.

Im Jahr 2011 hob die UNESCO die Kennzeichnung „gefährdet“ für den Manas-Park auf. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem langen Weg, der noch vor uns liegt.

Ich freue mich darauf, Ihnen weitere gute Nachrichten zu überbringen, denn unser engagiertes Team arbeitet mit Hochdruck gemeinsam mit den Menschen und Behörden vor Ort daran, dieses Paradies wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Azzedine Downes

Lesen Sie mehr über die IFAW-Programme zur Versorgung und Auswilderung von Wildtieren.

Post a comment

Experten

Kampagnenberater
Kampagnenberater
Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien