Islands touristische Zukunft ist "walfreundlich"

Ein Aufkleber “walfreundlich” ist jetzt am Eingang von 54 isländischen Betrieben zu sehenDer IFAW und die isländischen Whale Watching Association haben das Icelandair Marina Hotel in Reykjavik offiziell  als ersten “walfreundlichen” Betrieb Islands ausgezeichnet.

Seit Juni haben wir in Reykjavik und in verschiedenen anderen Städten Islands Restaurants aufgefordert, bei der Kampagne mitzumachen und  kein Walfleisch mehr zu verkaufen. 54 Betriebe haben ihre Teilnahme zugesagt. Ein sehr positives Ergebnis. Mehr als die Hälfte davon in der Hauptstadt Reykjavik. Die Restaurants haben nun alle einen „walfreundlich“-Aufkleber im Fenster.

Diese Aktion ist Teil der „Meet Us, Don’t Eat Us“-Kampagne des IFAW, die im Jahr 2011 ins Leben gerufen wurde. Mehr als 200 freiwillige Helfer haben außerdem im Rahmen dieser Kampagne die Touristen in den Straßen Rykjaviks angesprochen und  gebeten, Postkarten an den Fischereiminister Islands zu unterschreiben, in denen sie ihn auffordern, den Walfang zu beenden. Gleichzeitig haben die Touristen mit ihrer Unterschrift auf den Postkarten das Versprechen abgegeben, kein Walfleisch zu essen.

Einer der Gründe für diese Aktion waren die Aussagen vieler ausreisender Touristen: 22 Prozent von 1.300 befragten Besuchern gaben an, in Island Walfleisch probiert zu haben. Zum  Vergleich: Lediglich 5 Prozent der Isländer verzehren laut einer Gallup-Umfrage regelmäßig Walfleisch.

Da das Icelandair Reykjavik Marina eines von sieben Hotels der Icelandair-Hotelkette ist, spielt es eine besonders wichtige Rolle als Vorreiter der Aktion für „walfreundliche“ Restaurants.

Icelandair ist einer der wichtigsten Akteure in Islands wachsender Tourismusbranche und sowohl national als auch international ein renommiertes Unternehmen.

Snorri Thors, Hotelmanager des Icelandair Reykjavik Marina, nahm die Auszeichnung stolz entgegen und ließ damit alle wissen: Islands touristische Zukunft ist „walfreundlich“.

Sigursteinn Masson

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW zum Schutz der Wale.

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