Indien: Zwei weitere Nashörner werden auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet

Einer der beiden vier Jahre alten Nashornbullen während der Überführung in den Manas-Nationalpark (UNESCO Weltnaturerbe) in Assam, Indien. c. IFAW/WTIVor ein paar Tagen wurden in Indien zwei halbwüchsige Nashörner namens Gopal und Hari vom Wildlife Rescue Centre vom Kaziranga-Nationalpark in den Manas-Nationalpark umgesiedelt. Ziel ist es, sie wieder zurück in die Wildnis zu entlassen, sobald sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnt haben.

Die beiden Nashornbullen treten damit in die Fußstapfen von drei weiblichen und zwei männlichen Nashörnern, die mit der Hand aufgezogen wurden, nachdem sie im Jahr 2006 verwaist aufgefunden worden waren. Alle drei Weibchen bekamen im letzten Jahr Nachwuchs. Ein großer Erfolg, denn dies beweist, dass sich die ausgewilderten Nashörner in der Wildnis zurechtfinden und fortpflanzen.

Gopal wurde im März 2009 allein in Baruntika aufgefunden, Hari im August 2009 in Haldhibari. Wir wissen nicht, weshalb die beiden von ihren Müttern getrennt wurden und wie lange sie allein waren. Wir zogen die beiden mit der Flasche auf. Inzwischen sind sie etwa vier Jahr alt.

Momentan werden fünf weitere Kälber von uns per Hand aufgezogen: drei in unserem Rehabilitationszentrum und zwei im Manas-Nationalpark. “Wir hoffen, dass sie ihre Gene innerhalb der Nashornpopulation verbreiten werden”, sagt MK Yadava, Direktor des Kaziranga Nationalparks. Der Wildlife Trust of India, unser Partner vor Ort, wird Gopal und Hari während der Eingewöhnungsphase und auch nach ihrer Auswilderung weiter beobachten.

Die Rehabilitation von Nashörnern ist nur ein Baustein unseres Greater Manas Conservation Projektes, das wir in Zusammenarbeit mit dem Assam Forest Department, dem Bodoland Territorial Council sowie mit den Gemeinden und verschiedenen lokalen Organisationen durchführen. Zusätzlich bilden wir im Rahmen dieses Projekts auch Mitarbeiter aus, die an vorderster Front arbeiten oder den Kontakt mit den Wildtier-Schutzbehörden pflegen, um die Nashörner und andere Wildtiere besser schützen können. Außerdem gibt es im Rahmen des Projekts verschiedene Gemeinde-Entwicklungsmaßnahmen wie beispielsweise die Verteilung von Kochherden, die wenig Brennstoff benötigen und dadurch den Baumbestand schützen.

“Wie freuen uns sehr, dass jetzt wieder zwei Nashörner ausgewildert werden können, die als junge Kälber zu uns kamen und von unserem Team aufgezogen wurden“, sagt Vivek Menon, Leiter des Wildlife Trust of India und Regionaldirektor des IFAW Südasien.

Helfen Sie uns, Wildtiere wie die beiden Nashörner Gopal und Hari zu rehabilitieren, um sie anschließend in ein Leben in Freiheit zu entlassen.

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
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Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
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Faye Cuevas, Esq., Strategische Beraterin und Leiterin tenBoma
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität
Robert Kless, Leiter IFAW Deutschland
Leiter IFAW Deutschland
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften