Indien: Elefanten sind bereit für ihren Weg in die Freiheit

Die kleine Herde verwaister Elefanten wird morgen in den Manas-Nationalpark umgesiedelt. © IFAW-WTI/S.BhattacharjeeDer Countdown läuft. Unser Team arbeitet auf Hochtouren an den letzten Vorbereitungen für die denkwürdigste Elefantenumsiedlung des Jahres.

Die flügge gewordenen Elefantenkälber aus unserer Rettungsstation für Wildtiere in Kaziranga sind bereit für ihren Umzug ins Auswilderungsgehege in Manas an der indisch-buthanischen Grenze, von wo aus sie später in die Freiheit entlassen werden.

Die intensive Zeit mit den Elefantenbabys, die wir von Hand aufgezogen haben, wird uns allen in der Rettungsstation für immer in Erinnerung bleiben: den Tierpflegern, den Tierärzten, den Biologen und natürlich auch mir, der ich das Leben der Tiere fortwährend dokumentiert habe.

Seit 2007 hat das Team 14 Elefantenkälber nach Manas umgesiedelt und ausgewildert. Die Handaufzucht der Kälber, die Flaschenfütterung, der begleitete Auslauf –  all das sind Phasen der Rehabilitation, die die Kälber während ihres einige Jahre dauernden Aufenthalts in der Rettungsstation durchlaufen haben.

Jakhala, die "Matriarchin" der Waisenherde war es, die während der Spaziergänge in der Wildnis unter Aufsicht der Pfleger stets die Führung übernommen hat. Nach und nach sind die Tiere dann immer tiefer ins Panbari-Waldgebiet vorgestoßen, um Futter und Wasser zu finden. Die vier Elefantenkälber lieben es, im Wald ein Bad zu nehmen.

Diffloo, das jüngste Kalb, hält sich meistens in einiger Entfernung zur Herde auf und gesellt sich nur nachts beim Fressen zu den anderen. Hin und wieder spielt er aber auch mit Philip Dev, dem zweiten männlichen Elefanten der Herde. Seine Lieblingsbeschäftigung ist Fressen. Er würde am liebsten den ganzen Tag damit verbringen.

Philip Dev und Jakhala untersuchen neugierig ihre neuen Funkhalsbänder. © IFAW-WTI/S.Bhattacharjee

Nach dem Anbringen der Funkhalsbänder, die ein Fremdkörper am Hals der Elefanten sind, tasten die Tiere ihre Halsbänder gegenseitig neugierig mit den Rüsseln ab. Als Philip Dev Jakhalas Funkantenne untersucht, sieht man, dass sie jetzt anders miteinander umgehen. Rani und Tona sind viel unabhängiger, leben ihr eigenes Leben und kümmern sich kaum noch um die jüngeren Elefanten.

Mit ihren menschlichen Pflegern verbindet die kleine Herde viele Erlebnisse. Bhadreswar Das, Raju Kutum und Tarun Gogoi, die Tierpfleger des Zentrums haben sich von dem Tag an, als die Babyelefanten im Zentrum eintrafen, mit größter Fürsorge um sie gekümmert.

Jetzt mahcen sich die Babys auf den Weg in ein neues Leben in der Wildnis. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sie dieses neue Leben im geschützten Manas-Nationalpark erfolgreich meistern werden.

Subhamoy Bhattacharjee

Erfahren Sie mehr über das IFAW-Rettungszentrum für Wildtiere in Kaziranga.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien