IFAW fordert die Umkehr der japanischen Walfangflotte

Hapunierte Wale sterben einen langsamen, qualvollen Tod
Montag, Dezember 9, 2013
Hamburg

Die japanische Walfangflotte ist in Richtung Antarktis aufgebrochen, um etwa 1000 Wale zu töten – trotz eines laufenden Verfahrens vor dem Weltgerichtshof, der darüber entscheiden soll, ob der so genannte wissenschaftliche Walfang Japans legal ist.

Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) fordert die japanische Regierung auf, die Schiffe zurückzurufen und die unmittelbar bevorstehende Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes abzuwarten. Die australische Regierung klagt gegen Japan wegen seines Walfangs im Schutzgebiet Südpolarmeer.

„Japans Walfang ist kommerzieller Walfang unter dem Deckmantel der Wissenschaft“, so Patrick Ramage, Leiter der Walkampagne des IFAW. „Die Flotte loszuschicken, während ein Urteil des Internationalen Gerichtshofes aussteht, zeigt mangelnden Respekt gegenüber dem Prozess, den die australische Regierung initiiert hat. Japan riskiert damit einen weiteren Imageverlust – und schadet sich selbst, denn es investiert riesige Summen an Steuergeldern in eine sterbende Industrie.“

Die japanische Regierung steckt jährlich Millionen von Euros in die Wartung der alternden Flotte. Die im Februar 2013 vom IFAW veröffentlichte Studie „The Economics of Japanese Whaling“ zeigte, dass sogar Tsunami-Hilfsgelder in den Walfang gesteckt wurden.

Die anstehende Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs zum japanischen Walfang wird nicht nur für die Wale im Schutzgebiet Südpolarmeer von Bedeutung sein, sondern generell für den zukünftigen Umgang mit multilateralen Umweltabkommen.

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