Hongkong verbrennt Elfenbein

Hongkong ist einer wichtiger Umschlagpunkt für Elfenbein
Donnerstag, 15 Mai, 2014
Hamburg

Honkong verbrennt heute einen ersten Teil seines 30 Tonnen umfassenden Bestands an illegalem Elfenbein. Die übrigen Bestände sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre vernichtet werden.

Das Elfenbein wird in der Aufbereitungsanlage für Chemiemüll in Tsing Yi verbrannt. Bei dem Event werden Würdenträger der chinesischen Regierung, das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES, Umweltschützer und Medienvertreter anwesend sein.

„Alle 15 Minuten wird ein Elefant getötet; der illegale Elfenbeinhandel höhlt Recht und Gesetz aus und bereichert kriminelle Syndikate. Das Abschlachten der Elefanten muss aufhören“, so Robert Kless, IFAW-Kampagnenleiter in Deutschland (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Mit ihrer Aktion bekennt sich Hongkong zum Schutz der Elefanten.“

Während eines Staatsbesuchs in Kenia am letzten Wochenende bot der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang seine Unterstützung im Kampf gegen die Wilderei von Elefanten und Nashörnern an. Zudem sagte zu Li, Ausrüstung für Anti-Wilderei-Teams finanziell zu fördern.

Der größte Teil des illegalen Elfenbeins ist für den asiatischen Markt, insbesondere für China bestimmt. Dort werden die Stoßzähne als Geldanlage gesehen.

Mit der Vernichtung der Lagerbestände folgt Hongkong Ländern wie Kenia, Gabun, den Philippinen, den USA, Frankreich und Belgien, die bisher ihre Bestände zerkleinert oder verbrannt haben. Im Januar hat China 6,1 Tonnen Elfenbein zerstört.

„Einer der wichtigsten Umschlagplätze für illegalen Elfenbeinhandel sendet eine deutliche Botschaft an die Konsumenten, dass Elfenbeinhandel und die damit verbundene grausame Jagd auf Elefanten inakzeptabel sind,“ sagt Kless. „Die deutsche Regierung sollte sich endlich dieser weltweiten Initiative anschließen.“

Bis zu 50,000 Elefanten werden jedes Jahr wegen ihrer Stoßzähne getötet. Der illegale Wildtierhandel generiert geschätzt 19 Milliarden US-Dollar jährlich und belegt damit Platz 4 der gewinnbringendsten illegalen Geschäfte, gleich hinter Drogen, Geldfälschung und Menschenhandel.

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