Gute Nachrichten für Belugawale – SLIDESHOW + VIDEO

Die Slideshow enthält fünf Bilder von Belugawalen in ihrer natürlichen Umgebung. Die Fotos stammen von Bettina van Elk, die seit 15 Jahren ehrenamtlich im Auftrag des IFAW Studien über den Belugawal durchführt.

Gestern Abend erreichte mich die Nachricht, dass die Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA, NOAA (US National Oceanic and Atmospheric Administration), dem Georgia Aquarium die Importerlaubnis für 18 eingefangene Belugawale verweigert hatte, die teilweise dauerhaft im Aquarium bleiben sollten.

Von der US-Regierung wurde seit 20 Jahren keine Importerlaubnis mehr für Belugawale erteilt, die aus ihrem natürlichen Lebensraum entrissen wurden. Seit fast ebenso vielen Jahren arbeitet der IFAW dafür, die vor der Küste der Solowezki-Inseln, einer russischen Inselgruppe im Weißen Meer, lebenden Belugawale zu schützen.

Wie auch andere Walarten ist der Belugawal mehr denn je gefährdet. Daher nahmen wir es als Anlass für eine kleine Feier, dass das russische Ministerium für Naturressourcen beabsichtigt, das Gebiet rund um die Solowezki-Inseln unter Naturschutz zu stellen.

Wie die Zukunft der 18 gefangenen Belugawale aussehen wird, ist ungewiss. Aber zumindest haben die vor Küste der Solowezki-Inseln lebenden Belugas und ihre Nachkommen jetzt eine Überlebenschance. Dies verdanken wir der jahrelangen harten Arbeit meiner russischen IFAW Kollegen, führenden Wissenschaftlern und engagierten Ehrenamtlichen.

Unten finden Sie einige Ergebnisse unserer diesjährigen Forschungsarbeit vor der Küste der Solowezki-Inseln, wo die Niederländerin Bettina van Elk bereits seit 15 Jahren ehrenamtlich wichtige Informationen über den Belugawal sammelt.  

Patrick Ramage

 

Ergebnisse der 2013 durchgeführten Forschungsarbeit im Weißen Meer, aufgezeichnet von Bettina van Elk, ehrenamtliche Mitarbeiterin des IFAW

Die Belugawale auf den Bildern gehören zu Gruppen von 200 bis 400 Tieren.

Jedes Jahr werden etwa 25 Belugawalkälber geboren. In diesem Jahr konnten wir sechs beobachten. Neugeborene Belugawale sind dunkelbraun, färben sich dann grau, bevor sie schließlich als erwachsene Tiere in einem wunderschönen Weiß erstrahlen.

Während der diesjährigen Walsaison im Juli verschwanden sieben bis neun männliche Wale, um sich anderweitig zu paaren. Belugafamilien leben in Matriarchaten. Das bedeutet, dass die älteren Weibchen die Gruppenführer sind. Große Walgruppen teilen sich in Untergruppen auf. Am aktivsten sind sie tagsüber.

In diesem Jahr hatten wir eine fantastische Sichtung von 50 bis 60 Tieren, die sich vor unserem Beobachtungsturm versammelten. Glücklicherweise war das Wetter – und somit die Sicht – sehr gut.

Die Forschung des IFAW zielt zurzeit darauf ab:

• eine Fotobibliothek zu erstellen, mit der wir die Tiere identifizieren können,
• eine genauere Schätzung der Belugapopulation zu erhalten,
• Narben und Krankheiten bei den Tieren zu diagnostizieren und zu dokumentieren
• Bedrohungen für Belugawalkälber zu überwachen und zu verringern und ihren Schutz für die Zukunft zu sichern.

Das Video, das eine Gruppe von Belugawalen zeigt, wurde vor zwei Jahren vor der Küste der Solowezki-Inseln gedreht.

Erfahren Sie mehr über unsere weltweiten Projekte zum Schutz der Wale.

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Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
Regionaldirektorin Ozeanien
IFAW Japan Representative
Repräsentantin IFAW Japan
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale