EU ergreift wichtige Maßnahmen zum Schutz der Elefanten – dennoch bleibt viel zu tun

Michelangelo hat einmal gesagt: "Die größere Gefahr besteht nicht darin, dass wir uns zu hohe Ziele setzen und sie nicht erreichen, sondern darin, dass wir uns zu niedrige Ziele setzen und sie erreichen."

Die EU kündigte in dieser Woche die Bereitstellung von 12,3 Millionen Euro für das Programm MIKES (Minimising the Illegal Killing of Elephants and other Endangered Species) an.

Ziel des Programms ist der Schutz gefährdeter Arten. Es umfasst 31 Länder, in denen Elefanten leben sowie einige ausgewählte Schutzgebiete im Karibik- und Pazifikraum.

Dieses neue Engagement kündigte die EU gestern beim Afrikanischen Elefantengipfel der International Union for Conservation of Nature in Botswana an, an dem unser IFAW Kollege Jason Bell teilgenommen hat.

MIKES beinhaltet die Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei, unter anderem durch die Ausbildung von Wildhütern und die Unterstützung beim Aufbau von Patrouillen. Außerdem soll ein Notfallmechanismus erarbeitet werden, um bei einem plötzlichen Anstieg der Wildereivorfälle beziehungsweise des illegalen Wildtierhandels schnell reagieren zu können.

Das sind großartige Neuigkeiten, denn der IFAW engagiert sich bereits seit vielen Jahren für den Wildtierschutz. Wir freuen uns sehr, bei MIKES mitzuwirken, um bedrohte Arten besser schützen zu können. Ähnlich wie es bei MIKES geplant ist, führt der IFAW bereits Ausbildungen für Wildhüter und Polizeibeamte durch und rüstet sie aus, damit sie für den Kampf gegen die Wilderer gewappnet sind.

Bislang hat der IFAW über 1.600 Mitarbeiter von Vollzugsbehörden in mehr als 50 afrikanischen Ländern, im Karibischen Raum sowie im Nahen Osten und in Asien ausgebildet. Außerdem klären wir die Menschen über die Herkunft von Wildtierprodukten auf,  um die Nachfrage zu verringern.

Doch so schön diese Neuigkeiten auch sind: das Problem, dem wir gegenüberstehen, erfordert einen umfassenden Maßnahmenplan, so wie die EU ihn bereits im Kampf gegen Drogen und Terrorismus verfolgt – ausgestattet mit finanziellen Mitteln, um die Staaten zu unterstützen, deren Aufgabe es ist, die Lebensräume der Tiere zu erhalten. Das Programm der EU wird deshalb nicht ausreichen, um dem Töten tatsächlich ein Ende zu setzen.

Michelangelo hat einmal gesagt: "Die größere Gefahr besteht nicht darin, dass wir uns zu hohe Ziele setzen und sie nicht erreichen, sondern darin, dass wir uns zu niedrige Ziele setzen und sie erreichen."

Satyen Sinha

Erfahren Sie mehr darüber, was der IFAW tut, um dem illegalen Wildtierhandel ein Ende zu setzen.

Post a comment

Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO des IFAW
Präsident, CEO und Geschäftsführer IFAW-Deutschland
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
Regionaldirektor Mittlerer Osten
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
Regionaldirektorin Ozeanien
Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Kelvin Alie, Programmdirektor Wildtierhandel
Programmdirektor Wildtierhandel
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien