Erneut 1,5 Tonnen illegales Elfenbein in Kenia aufgegriffen

Über tausend Menschen protestierten in Nairobi für den Schutz der Elefanten
Donnerstag, Juli 4, 2013
Hamburg

1,5 Tonnen Elfenbein wurden gestern im Hafen von Mombasa, Kenia, aufgegriffen. Teils verarbeitet, teils roh, befand sich die Schmuggelware in einem Container, dessen Inhalt als roher Fisch deklariert war. Laut Behördenangaben stammt das Elfenbein aus Uganda und war auf dem Weg nach Malaysia.

Ostafrika gilt als eines der Hauptursprungs– und Transitländer für illegales Elfenbein. Mit dieser Ladung sind in diesem Jahr bereits fünf Tonnen mit eindeutiger Verbindung zu Kenia konfisziert worden. Fast 3,5 Tonnen wurden im Januar 2013 in Mombasa und Hong Kong aufgegriffen, 259 aus Mombasa stammende Stoßzähne fand man in Dubai.

„Das Töten von Elefanten wegen ihres Elfenbeins ist eine globale Katastrophe“, so Dr. Ralf Sonntag, Leiter des IFAW-Deutschland (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Erst vor zwei Tagen kündigte US-Präsident Obama während seines Afrika-Besuchs neue Maßnahmen gegen den illegalen Wildtierhandel an. Diese erneute Beschlagnahme zeigt einmal mehr, wie dringend erforderlich es ist, dass die internationale Gemeinschaft hier eingreift und dem Elfenbeinkrieg ein Ende macht.“

Zwischen 25.000 und 50.000 Elefanten wurden allein 2011 getötet, die Zahlen dürften seither eher noch angestiegen sein. Das meiste illegale Elfenbein geht nach China, wo es als Investitionsobjekt teuer gehandelt wird.

Der IFAW arbeitet seit 2005 mit INTERPOL zusammen am weltweiten Ausbau der Kapazitäten im Bereich Strafverfolgung und Aufdeckung von Wildtierkriminalität. 2012 führten IFAW und Interpol gemeinsam die bisher größte Anti-Wilderei-Operation in acht afrikanischen Ländern durch.

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