Eine Tonne Elfenbein in Singapur beschlagnahmt

Für Elfenbein wie dieses werden jährlich bis zu 50.000 Elefanten getötet.
Freitag, April 4, 2014
Hamburg

Singapurische Behörden haben jetzt die Beschlagnahmung einer Tonne illegalen Elfenbeins bekannt gegeben. Am 27. März 2014 konfiszierten die Zollbehörden in Singapur 15 Kisten Elefanten-Stoßzähne, die als „Kaffeekirschen“ deklariert waren. Laut den Angaben der  Agrar- und Veterinärbehörde Singapurs (AVA) umfasste die Ware 106 Stoßzähne und sollte von Afrika und nach Asien geschifft werden.

„So sehr wir diesen Erfolg begrüßen: die Regierungen dürfen sich nicht mehr nur auf Beschlagnahmung beschränken, sondern müssen endlich darüber hinaus gehen“, sagt Robert Kless, deutscher Kampagnenleiter Wildtierhandel des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Eine intensivere internationale Aufklärung der Strukturen und Hintermänner ist notwendig, um die Wilderei und den illegalen Elfenbeinhandel zu stoppen.“

„Für die Regierungen ist die internationale Zusammenarbeit, auch mit Behörden wie Interpol, der einzige Weg, die Verantwortlichen der Verbrechen ausfindig zu machen und die Wilderei und den Elfenbeinschmuggel zu beenden.“

„Es ist die zweitgrößte Konfiszierung von Elfenbein in Singapur diesen Jahres,“ sagte Kless. „Erst im Januar beschlagnahmten singapurische Zollbehörden 1,8 Tonnen Stoßzähne.“

Der bisher größte Aufgriff von Elfenbein in Singapur war 2002 und umfasste sechs Tonnen Stoßzähne und Elfenbeinstücke.

Allein 2013 wurden über 41 Tonnen illegales Elfenbein weltweit beschlagnahmt, die bisher größte Menge innerhalb eines Jahres. Zum Vergleich: 2011, wurden über 35 Tonnen, 2010 etwa 23 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt.

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