Dringender Aufruf an die EU-Mitgliedsländer: Vernichtet Euer beschlagnahmtes Elfenbein!

3.Oktober 2013, Zoll- und Steuerbehörde Hongkong, Kwai Chung, Kowloon: Beschlagnahmte Stoßzähne eines Babyelefanten und eines erwachsenen Elefantenbullen sind Teil einer illegalen Lieferung Elfenbeins aus dem afrikanischen Elfenbeinküste.

Der IFAW und zehn weitere Nichtregierungsorganisationen drängen die EU-Mitgliedsstaaten, ihr beschlagnahmtes Elfenbein zu vernichten.

Da die Elefantenwilderei zurzeit immer schlimmere Ausmaße annimmt, ist klar, dass alle gemeinsam vorgehen müssen: Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und jeder einzelne Bürger ist aufgefordert, zu handeln.

Der IFAW ist der Ansicht, dass die Vernichtung des Elfenbeins ein sehr wichtiges Signal setzt. Die Zerstörung eines Bestandes – egal, wie groß oder klein er sein mag, demonstriert die Not Zehntausender Elefanten, die jedes Jahr getötet werden, um die Nachfrage nach Elfenbein zu befriedigen.

Jede öffentliche Vernichtung von Elfenbein ist eine Möglichkeit, den Menschen ins Bewusstsein zu rufen, dass sie mit dem Kauf von Elfenbein das Töten von Elefanten und das Aussterben einer ganzen Art fördern. In der Öffentlichkeit ein Zeichen zu setzen, trägt in hohem Maße dazu bei, das Bewusstsein der Menschen zu schärfen und dadurch die Nachfrage zu reduzieren.

Die Zerstörung der europäischen Elfenbeinbestände wird weitere Länder dazu anregen, ihr beschlagnahmtes Elfenbein zu vernichten. Gleichzeitig demonstriert die Vernichtung des Elfenbeins Solidarität mit den afrikanischen und asiatischen Ländern in ihrem Kampf gegen die Elefantenwilderei und den illegalen Handel.

In den letzten sechs Monaten haben mehrere Länder entscheidende Schritte im Kampf um das weltweite Überleben der Elefanten unternommen.

Die USA und Großbritannien haben sich verpflichtet, Schutzmaßnahmen für Elefanten zu finanzieren. Zudem gibt es Verpflichtungserklärungen der Europäischen Kommission und die kürzlich verabschiedete Resolution des Europäischen Parlamentes für einen Aktionsplan gegen illegalen Wildtierhandel.

Die USA und China haben ihre Bemühungen mit der Vernichtung ihres beschlagnahmten Elfenbeins unterstrichen. Hong Kong hat gerade angekündigt, den bisher größten Bestand an beschlagnahmtem Elfenbein zerstören zu wollen. Auch Frankreich wird diesem Beispiel in Kürze folgen. Und auch andere europäische Länder denken momentan über eine Vernichtung ihres Elfenbeins nach.

Als Mitglied und Partner der Clinton Global Initiative, der Coalition Against Wildlife Trafficking und anderer Initiativen gegen den Elfenbeinhandel setzt der IFAW alles daran, dass der Wilderei ein Ende gesetzt wird.

Satyen Sinha

Erfahren Sie mehr darüber, was der IFAW unternimmt, um den Handel mit Elfenbein zu beenden.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien