Blickpunkt Südafrika: Rubys zweite Rettung zeigt uns, wie wichtig Aufklärung ist

Ruby in der Tierklinik Anfang Februar. c. IFAW/L. Cant-HaylettHunde und Katzen in Khayelitsha, Kapstadt haben sehr viel Glück, dass ihnen in der Mdzananda-Tierklinik geholfen werden kann, wenn sie krank und verletzt sind.

Seit mehr als 10 Jahren rettet das Projekt Leben, lindert Leiden und gibt vielen Tieren und ihren Besitzern neue Hoffnung. Genauso kam es auch bei Ruby, einer besonders liebenswerten Hündin, der dort kürzlich schon zum zweiten Mal das Leben gerettet wurde.

Zum ersten Mal ist Ruby vor zwei Jahren in die Mdzananda-Klinik gekommen, weil sie von einem Auto angefahren worden war – ein in dem Township sehr gängiges Hundeschicksal. Weil sie am Vorderlauf so schwer verletzt war, musste das Bein damals amputiert werden. Ruby erholte sich sehr schnell und blieb noch drei Wochen lang in der Klinik, um sich an ein Leben auf drei Beinen zu gewöhnen.

Alle freuten sich sehr darüber, dass Ruby bei einer fürsorglichen Familie ein neues Zuhause fand. Ihre neuen Besitzer kamen gelegentlich mit ihr vorbei, um denjenigen, die sie gesund gepflegt hatten, zu zeigen, dass alles in Ordnung war. So war es natürlich ein großer Schock, als Ruby vor zwei Monaten wieder in die Klinik gebracht wurde – diesmal aber völlig verwahrlost und halbverhungert.

Wie es soweit kommen konnte, ist nicht ganz klar. Ruby war bei einem Nachbarn gelassen worden, während ihre Besitzer weg waren und in dieser Zeit kümmerte sich offensichtlich keiner um sie. Die Ruby, die wir alle in Erinnerung hatten, war nur mehr ein Schatten ihrer selbst und wir bangten ein paar Tage darum, ob sie überhaupt durchkommen würde.

Sie kam durch und springt nun schon wieder auf drei Beinen zwischen parkenden Autos über den Hof und begrüßt jeden euphorisch, der sie auch nur kurz krault oder knuddelt. Sie sprüht wieder vor Energie und wenn sie sprechen könnte, würde sie ganz sicher sagen: „Ich bin zurück, seht nur, ich hab's schon wieder geschafft und ich will nie wieder weg.“

Rubys Geschichte zeigt nur einmal mehr, wie wichtig es ist, dass Menschen informiert werden. Aufklärung ist ein sehr wichtiges Rädchen im Getriebe des Tierschutzes, das wir nie vernachlässigen dürfen.

--LCH

Mehr Informationen zur Arbeit des IFAW für Katzen und Hunde in Südafrika finden sie unter Cape Town: Solutions for pets of the poor project page.

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Experten

Alexa Kessler, Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Projektleiterin für den Bereich Haustiere, IFAW Deutschland
Cora Bailey
Director, Community Led Animal Welfare (CLAW)
Cynthia Milburn, Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Direktorin Tierschutzaufklärung und -bildung
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Hanna Lentz, Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Programm-Managerin/Campaignerin, IFAW Zentrale USA
Kate Nattrass Atema, Programmdirektorin Haustiere
Programmdirektorin Haustiere
Nancy Barr, Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Programmdirektorin Kinder- und Jugendprogramm “Animal Action“
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe