Belgien zerstört konfisziertes Elfenbein

Elfenbeinzerstörung auf den Philippinen 2013
Montag, März 3, 2014
Hamburg

Passend zum „UN World Wildlife Day“ kündigte die belgische Regierung heute morgen an, ihren Lagerbestand an konfisziertem Elfenbein zerstören zu wollen. Dies wird in Zusammenarbeit mit dem IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) in einer offiziellen Veranstaltung am 9. April geschehen, zu der Vertreter der Länder mit Elefantenpopulationen eingeladen sind. Das kündigte die belgische Vizepremierministerin Laurette Onkelinx heute während eines Empfangs zur 30-jährigen Mitgliedschaft Belgiens beim Artenschutzübereinkommen CITES mit.

„Mit dieser Entscheidung bezieht die belgische Regierung klar öffentlich Stellung gegen den illegalen Elfenbeinhandel und bekennt sich zum Schutz der Elefanten“, so Robert Kless, IFAW-Kampagnenleiter in Deutschland. „Wir fordern die deutsche Regierung erneut auf, sich dringend dieser weltweiten Initiative anzuschließen und dadurch dem Kampf gegen den illegalen Elfenbein- und Wildtierhandel auch hierzulande offiziell einen hohen Stellenwert einzuräumen.“

Die belgische Regierung folgt mit dieser Aktion den USA, Frankreich und Hauptabnehmerland China, die in den letzten Monaten bereits ihre Elfenbeinbestände bei öffentlichen Events zerstörten. Auch Hongkong will sich diesen Beispielen anschließen.

Diese Ankündigung folgt nur zwei Wochen auf den London Gipfel zum Wildtierhandel, bei dem Regierungsvertreter aus fast 50 Staaten teilnahmen, um ein gemeinsames Vorgehen gegen den illegalen Wildtierhandel zu koordinieren.

Illegale Elfenbeinaufgriffe weltweit nehmen immer mehr zu: 24,3 Tonnen in 2011, 30 Tonnen in 2012 und 41,5 Tonnen in 2013. Nach Schätzungen werden pro Jahr etwa 36.500 Elefanten getötet – das sind 100 Elefanten pro Tag!

„Nicht nur verlieren wir alle 15 Minuten einen Elefanten, sondern der Elfenbeinhandel höhlt Recht und Gesetz in den Ländern mit Elefantenpopulationen aus und bereichert kriminelle Syndikate. Das Abschlachten der Elefanten muss aufhören“, fordert Kless.

Hintergrund: Den IFAW-Report „Criminal Nature“ über die Bedrohung der internationalen Sicherheit durch den illegalen Wildtierhandel finden Sie hier:
http://www.ifaw.org/european-union/resource-centre/criminal-nature-globa...

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