Belgien vernichtet Elfenbein als Antwort auf die weltweite Elefantenkrise

Heute Morgen verkündete der stellvertretende belgische Premierminister Laurette Onkelinx die wunderbare Nachricht, dass Belgien seinen gesamten Bestand an beschlagnahmtem Elfenbein am 9. April 2014 zerstören wird. Belgien gesellt sich damit zu den Ländern und Institutionen, die die Bedrohung der Elefanten durch den Elfenbeinhandel wirklich ernst nehmen und Konsequenzen daraus ziehen.  

Der IFAW ist stolz darauf, dieses Ereignis zusammen mit der belgischen Regierung organisieren zu dürfen. Die öffentliche Zerstörung von Elfenbein (in diesem Fall wird das Elfenbein zerstoßen) hilft, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Bedrohung der Elefanten durch die Elfenbeinjagd zu lenken – und gibt uns eine Möglichkeit, den Menschen deutlich zu machen, dass wir riskieren, dass eine der großartigsten Arten der Welt von der Erde verschwindet. Schätzungsweise alle 15 Minuten stirbt ein Elefant wegen seines Elfenbeins. Wenn wir nicht eingreifen, wird diese Entwicklung mit Sicherheit dazu führen, dass ganze Elefantenpopulationen ausgerottet werden.

Ich freue mich sehr auf den 9. April und werde an diesem symbolischen Akt teilnehmen, um meine Unterstützung für die Elefanten zu demonstrieren – und für die Staaten, in denen es Elefanten gibt und die gegen die organisierten Wilderer kämpfen. Das Datum wurde so gewählt, weil die EU einen Tag darauf weitere Schritte gegen den illegalen Wildtierhandel ankündigen will.  

Belgien folgt mit der öffentlichen Zerstörung seines Elfenbeins Frankreich, das sein Elfenbein am Fuße des Eifelturms vernichtet hat sowie den USA und China, die ihre Elfenbeinvernichtungen sehr öffentlichkeitswirksam vollzogen haben. In Großbritannien spendeten Förderer des IFAW Elfenbein aus ihrem Privatbesitz, um auch dort ein solches Event möglich zu lassen. Was uns noch mehr Hoffnung macht: Tansania, ein Land, das noch vor wenigen Jahren sein Elfenbein verkaufen wollte, hat sich jetzt ebenfalls verpflichtet, sein Elfenbein zu zerstören.

Wir können nicht länger warten. Im Jahr 2011 wurde die Rekordmenge von 24,3 Tonnen Elfenbein von Schmugglern konfisziert, ein Jahr später stieg die Zahl auf 30 Tonnen. Im Jahr 2013 beschlagnahmte man die schwindelerregende Menge von 41,5 Tonnen Elfenbein. Die öffentliche Zerstörung von Elfenbein ist ein wichtiger Schritt, um Regierungen und die Bevölkerung dazu zu bringen, längst notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Dennoch dürfen wir an dieser Stelle nicht aufhören.

Sonja Van Tichelen

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW gegen den illegalen Wildtierhandel auf.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien