Das weltweite Verbot für kommerziellen Walfang gilt seit 1986. Dennoch werden jedes Jahr etwa tausend Wale grausam getötet.

Trotz des internationalen Verbots ziehen japanische, norwegische und isländische Walfangflotten auch heute noch aus, um Wale zu harpunieren. Mit der Rückendeckung ihrer Regierungen und gegen den Protest der übrigen Welt gehen die Walfänger ihrer Arbeit nach – nicht aus wissenschaftlichem Interesse oder anderen wichtigen Gründen, wie oft behauptet wird – sondern um daran zu verdienen.

IFAW Kampagnen gegen kommerziellen Walfang

Das historische Urteil des Internationalen Gerichtshofs

Der Schutz der Wale ist eine der zentralen Prioritäten, die sich der IFAW gegeben hat. Seit vielen Jahren fördern wir erfolgreich diverse Initiativen. Ein Jahrzehnt lang standen wir in vorderster Front, als es darum ging, das Abschlachten von Walen "zu Forschungszwecken" im Südpolarmeer zu beenden.

Seit 1986 gibt es ein globales Walfangmoratorium, dennoch machte Japan in der Antarktis weiter mit dem Walfang. Der IFAW hat zwischen 2005 und 2009 in Paris, London, Sydney und Canberra vier Mal hochkarätig besetzte Teams von Rechtsexperten zusammengestellt. Diese kamen zu dem Schluss, dass Japans Walfangmethoden im Südpolarmeer unrechtmäßig seien. Mit dieser rechtlichen Einschätzung im Rücken erhob Australien im Mai 2010 beim Internationalen Gerichtshof Klage gegen den Walfang der Japaner rund um die Antarktis. Es war das erste Mal, dass dort Fall vor dem Gericht verhandelt wurde, der sich mit Wildtieren befasst. Im Sommer 2013 legten Australien und Japan ihre Meinung mündlich vor dem Gericht dar und im Frühjahr 2014 verkündete der Gerichtshof sein abschließendes Urteil.

Im Urteilsspruch heißt es, Japans Walfang in den arktischen Gewässern „diene nicht wissenschaftlichen Zwecken" und solle "mit sofortiger Wirkung" eingestellt werden. Für das laufende Programm dürfe Japan keine weiteren Fanggenehmigungen ausgeben. Erstmals seit über hundert Jahren werden die Wale im Südpolarmeer damit nicht mehr Opfer des kommerziellen Walfangs sein.

Das japanische Landwirtschaftsministerium hat angekündigt, Vorschläge für ein überarbeitetes Forschungsprogramm vorzulegen, das Ende 2015 im Südpolarmeer beginnen soll. Forscher und Rechtsexperten des IFAW arbeiten mit Regierungen bereits daran, dafür zu sorgen, dass sich Japan nach Buchstaben und Geist an das Urteil hält. Zudem arbeiten wir weiter darauf hin, dass Japan auch im Nordpazifik seinen Walfang "zu Forschungszwecken" einstellt.

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