Wildhüter kämpfen für den Schutz der letzten in freier Wildbahn lebenden Tiger und riskieren bei dieser gefährlichen Arbeit oft ihr eigenes Leben. Doch leider ist die Jagd auf Tiger finanziell überaus verlockend, da sich mit Tigerprodukten wie Fellen, Knochen, Zähnen und sogar Schnurrhaaren auf dem Schwarzmarkt viel Geld verdienen lässt.

Um erfolgreich im Gelände und auch mit rechtlichen Mitteln gegen Wilderer vorzugehen, arbeitet der IFAW mit Wildhütern, Naturschützern und Politikern zusammen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Verbreitungsgebiete in Indien, Russland und China. Unsere Arbeit umfasst:

  • Die Unterstützung der Länder, in denen Tiger leben, bei der Umsetzung ihrer nationalen Tiger-Aktionspläne wie auch bei der Umsetzung der neuen Prioritätenliste, die im globalen Rettungsplan für Tiger skizziert ist. Dieser wurde 2010 auf dem Tigergipfel in St. Petersburg von mehreren Staatschefs verabschiedet. 
  • Die Schulung und Ausrüstung von Wildhütern, die in den wichtigsten Verbreitungsgebieten wie Indien und Russland an vorderster Front tätig sind.
  • In Zusammenarbeit mit dem Wildlife Trust of India Start der Initiative “Hüter der Wildnis”. Hierbei sollen mehr als 7000 Wildhüter ausgerüstet und geschult werden - das ist ein Drittel der in Indiens Tigerreservaten eingesetzten Anti-Wilderer-Einheiten. Mit der Ausdehnung des Projekts nach Bhutan und Nepal versorgen wir jetzt auch die Wildhüter in entlegenen und hochgelegenen Nationalparks des südlichen Himalaja mit Ausrüstungsgegenständen und schulen sie.
  • Unterstützung der Wildhüter, die im fernen Osten Russlands äußerst erfolgreich gegen Wilderer vorgehen. Dieses Team patrouilliert mit Jeeps, Booten, zu Fuß und sogar mit Hilfe eines Motorseglers auf dem Grenzstreifen zu China. Die Khasan-Wildhüter führen monatlich mindestens 12-18 Patrouillen durch, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Daraus resultieren jedes Jahr mehr als 100 Festnahmen, Verfügungen wegen Gesetzesverstößen, Gerichtsverfahren und Beschlagnahmungen illegaler Ausrüstung und Waffen.
  • Förderung grenzübergreifender Kooperation und des Erfahrungsaustauschs durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Schulungen für russische und indische Wildhüter.

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