Der IFAW ist zur Stelle, wenn Tiere durch Naturkatastrophen in Gefahr geraten – nach Bränden, Überflutungen, schweren Stürmen und Tornados, Dürren, Erdbeben und durch Beben ausgelöste Tsunamis oder auch Vulkanausbrüche. Außerdem hilft der IFAW bei von Menschen verursachten Katastrophen, wie etwa einer Ölpest, einem Reaktorunglück, Finanzkrisen, bewaffneten Konflikten oder Fällen von Massentierquälerei (beispielsweise Hundemassenzucht, Hundekämpfe oder Tierhortung).

Viele Naturkatastrophen bringen schwere finanzielle Not mit sich und kosten nicht selten auch Menschenleben. Schnell gerät da das Leid der Tiere in den Hintergrund. Die Tierwelt kann sich zwar bis zu einem gewissen Grad an Extremsituationen anpassen, doch oft werden sie bei Katastrophen verletzt, finden kein Futter mehr oder werden vertrieben. Auch Haustiere, die meist vom Menschen abhängig sind, werden im Katastrophenfall oft sich selbst überlassen.

Der IFAW leitet, finanziert und unterstützt Tierrettungsteams, um Katastrophensituationen besser beurteilen und Hilfsmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Wir versorgen die Tiere mit  Nahrung und behandeln sie medizinisch. Zudem stellen wir Ausrüstung und unsere langjährige Erfahrung zur Verfügung, um Tiere zu retten und zu versorgen. Und wenn die Lage es wieder zulässt, bringen wir Haustiere wieder zu ihren menschlichen Familien zurück und entlassen Wildtiere zurück in die Freiheit.

Sei es in Südostasien, in Indien oder in den USA: Der IFAW ist kontinuierlich bestrebt, an geografisch günstig gelegen Standorten rund um die Welt stabile Soforthilfe-Netzwerke aufzubauen. Damit die Netzwerkpartner  im Falle einer Katastrophe schnell und wirksam reagieren können, werden auf Gemeindeebene anhand von Best-Practice-Beispielen Leitfäden im Hinblick auf Vorbereitung und Vorgehen im Ernstfall entwickelt. Mehr über die Soforthilfe-Netzwerke und positive Praxisbeispiele finden Sie hier.

Chronik der größten Katastrophen und Rettungseinsätze des IFAW

2014: Vulkanausbrüche in Indonesien

Wir haben uns um Haustiere, Wildtiere und Vieh gekümmert, die zurückgelassen wurden, als nach dem Ausbruch von Kelut und Sinabung Gebiete zwangsweise geräumt wurden. Wir halfen mit Nahrung, tiermedizinischer Versorgung und Behelfsunterkünften.

2014: Katzenmassenhaltung in West Virginia USA

In Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern, örtlichen Sozialeinrichtungen und Ordnungshütern hat ein IFAW Expertenteam aus vier Häusern nahezu 100 Katzen gerettet. Wir halfen bei der medizinischen Notfallversorgung, der täglichen Pflege und Rehabilitation und bei der Neuunterbringung.

2013: Taifun Haiyan auf den Philippinen

Tierretter vom IFAW und der philippinischen Tierschutzorganisation PAWS verabreichten mehr als tausend Hunden, Katzen und Nutztieren Impfungen, Vitaminspritzen und Antibiotika.

2013: Zyklon Phailin in Indien

Unser Team leistete im indischen Andhra Pradesh Soforthilfe bei den Tieren, die durch den Superzyklon Phailin in Not geraten waren. Betroffen waren Tausende Haustiere und Hunderte Silberklaffschnäbel.

2013: Flutkatastrophe in Colorado, USA

Wir halfen der Colorado Horsecare Foodbank, über 370 Pferde und mehr als 100 weitere Nutztiere mit über 500 Ballen Heu und Getreide zu versorgen.

2013: Flut in Deutschland

Als die Flutpegel in Zentraleuropa Rekordstände erreichten, mobilisierte der IFAW örtliche und internationale Teams, in Deutschland bei Tierbergungen und der Verteilung von Nahrung für Haustiere und Nutztiere zu helfen.

2013: Tornado in Moore, Oklahoma, USA  

IFAW Teams half Haustieren, die durch den Tornado von ihren menschlichen Familien getrennt worden waren. Der IFAW unterstützte zudem die Wildcare Foundation dabei, sich nach dem Tornado um 600 Wildtiere zu kümmern, darunter Rehkitze, Baby-Stinktiere und Pumas.

2013: Krise in Zypern

Ein IFAW Krisenteam wurde mit finanzieller Unterstützung nach Zypern entsandt, um 1.500 Hunde und Katzen in sechs Tierheimen mit 332 Säcken Nahrung zu beliefern.

2012: Taifun Pablo auf den Philippinen

Ein IFAW Team verteilte 6,5 Tonnen Hundefutter und 2 Tonnen Schweinefutter – genug, um 2.175 Hunde und 725 Schweine zwei Wochen lang zu ernähren.

2012: Hurrikan Isaac in Louisiana, USA

In einem Großtierheim in Alexandria, Louisiana, half der IFAW nach dem Hurrikan bei der Pflege von 183 Hunden und und Katzen einem örtlichen Bezirkstierheim in Waveland, Mississippi (USA), und in Louisiana versorgten wir 60 Tiere nach der Katastrophe. Außerdem  brachten wir 30 Hunde in Tierheimen in Pennsylvania, Washington D.C., und Maine unter.

2012: Tropensturm Sandy in den USA

Nachdem ein gewaltiger Sturm den Nordosten der USA heimgesucht hatte, half der IFAW mehr als 2.800 Tieren in fünf Bundesstaaten.

2011: Zoo von Tripolis in Libyen

Während des Volksaufstands, der zum Sturz von Muammar Al-Gaddafi führte, haben wir geholfen, 700 Tiere im Zoo der libyschen Hauptstadt zu versorgen, und die Helfer finanziell unterstützt.

2011: Überflutungen in Thailand

Als Bangkok eine der schwersten Überflutungen seiner Geschichte erlitt, entsandte der IFAW ein Gutachterteam. Örtliche Gruppen, die über 2.800 Hunde, Katzen und Wildtieropfer der Flut mit Nahrung, Wasser und medizinischer Betreuung versorgten, halfen wir mit Krediten.

2011: Reaktorkatastrophe in Fukushima, Japan

Der IFAW entsandte sofort ein Gutachterteam und organisierte anschließend in Tokio ein Gipfeltreffen mit Strahlungsexperten. In einem umfassenden Dokument wurde ausführlich erklärt, wie kontaminierte Tiere sicher überwacht, evakuiert und behandelt werden können. Die Unterlagen wurden den japanischen Behörden übergeben.

2010: Erdbeben in Haiti

Die vom IFAW geleitete Animal Relief Coalition for Haiti half nach dem verheerenden Erdbeben über 68.000 Tieren und verbesserte außerdem langfristig die Bedingungen in den Tierschutzeinrichtungen in Haiti.

2010: Überflutungen in Pakistan

Gemeinsam mit einer lokalen Menschenrechtsorganisation haben wir  im Punjab während der Überschwemmung eine Not-Fütterung für 22.945 Tiere durchgeführt. Mit einem IFAW Darlehen in Höhe von 100.000 Dollar wurden aufbereitetes Wasser und Futternäpfe für 1.000 Familien und für Tierheime erworben. Bei den Tieren handelte es sich um Ziegen, Schafe, Rinder, Wasserbüffel, Pferde und Esel. Auch weiterhin wird der IFAW bei Katastrophen in Pakistan helfen.

2009: Buschbrände in Australien

Ein IFAW Team war vor Ort, um den Wildtieren zu helfen, die von den tödlichsten Buschbränden in der Geschichte Australiens getroffen worden waren. Insgesamt wurden 142 Tiere gerettet, darunter Koalas, Kängurus, Wallabys, Wombats und Haustiere. Der IFAW unterstützte die Wildtier-Zentren auch bei der anschließenden Pflege der Tiere. Auch weiterhin wird der IFAW bei Katastrophen in Australien Soforthilfe leisten.

2009: Ölpest in Madagaskar

IFAW Mitarbeiter retteten in Madagaskar mehr als 100 Breitschnabeldelfine und halfen unter anderem dabei, die Tiere wieder ins Meer zurückzuführen.

2008: Erdbeben in China

Der IFAW führte Tollwutimpfungen durch und stellte sechs Tonnen Nahrung für Tiere und deren Besitzer bereit.

2005: Hurrikan Katrina in den USA

Der IFAW rettete hier Tausende Tiere.

2004: Tsunamis in Südasien

Der IFAW rettete bei Notfalleinsätzen Wild-, Haus- und Nutztiere.

2000: Ölpest in Südafrika

38.000 Pinguine waren von der Ölpest betroffen. Dank der vom IFAW eingeleiteten Rettungsmaßnahmen konnten 90 Prozent der Vögel wieder in die Freiheit entlassen werden.

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