Gerettete Elefanten finden Anschluss an neue Herde

Drei Elefanten, die Anfang Februar 2007 aus den Händen von Wilderern gerettet wurden, konnten jetzt im Rahmen einer gemeinsamen Aktion von IFAW, WTI und Forstamt in eine große Herde in freier Wildbahn eingegliedert werden.

 

Forstbeamte hatten die drei zwischen fünf und sieben Jahren alten Elefanten aus den Händen einer Wildererbande im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh gerettet. Die Wilderer versuchten, die jungen Elefanten mit grausamen Methoden abzurichten, und hatten eines der Tiere dabei schwer verletzt. 

 

WTI-Tierärzte behandelten die Elefanten und stabilisierten sie. Eines der Tiere wurde zur späteren Überwachung mit einem Senderhalsband ausgerüstet.

 

Zur Vorbereitung auf die Auswilderung brachte man die drei in ein provisorisches Lager in Bomjir, wo die Tiere keinen Kontakt zu Menschen hatten und sich eigenständig ernähren konnten. Unsere Mitarbeiter erkundeten derweil die Gegend und suchten nach einer geeigneten Herde, in der die jungen Elefanten Aufnahme finden könnten.

 

Nach der Sichtung einer 100-köpfigen Herde im Dambuk-Naturschutzgebiet wurden drei abgerichtete Elefanten dazu genutzt, ihre jungen Artgenossen dicht genug heranzuführen, um einen Kontakt herzustellen. Später wurden die drei zusammen mit der Herde gesichtet, in der sie fortan wesentlich besser vor Wilderern geschützt sein würden.

 

Die Waldgebiete bei Dibang und Pasighat sowie das Mehao-Tierschutzgebiet im östlichen Arunachal Pradesh bilden zusammen einen wichtigen Lebensraum für über 200 Elefanten. Im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh leben insgesamt 1.600 Elefanten in freier Wildbahn.