Die kommerzielle Robbenjagd in Kanada gehört zu den am umfassendsten dokumentierten Bedrohungen, denen Robben heute ausgesetzt sind. Aber es ist nicht die einzige. Auf der ganzen Welt kämpft der IFAW für den Schutz der Robben. Unsere Arbeit in Kanada, Namibia und Russland wird von Wissenschaftlern, Regierungen und engagierten Privatleuten unterstützt.

Zu den wichtigsten Zielen nach Aufnahme unserer Arbeit in Russland im Jahr 1994 gehörte die Abschaffung der Robbenjagd im Weißen Meer. Im März 2009 verbietet Russland die Tötung von Robbenbabys im Weißen Meer und rettet damit über 35.000 Tieren jährlich das Leben. Damit endet die 15-jährige Kampagne des IFAW mit einem großen Erfolg für den Tierschutz.

Der IFAW rettet auch einzelne Tiere, die sich in Fischernetzen verfangen, stranden oder ins Meer geraten, bevor sie alt genug sind, um eigenständig überleben zu können.

Kegelrobben in Kanada

Fischer betrachten Kegelrobben seit Jahrzehnten als „Plage”. Die kanadische Regierung genehmigt in ihren Gewässern bereits seit den 1950er Jahren immer wieder groß angelegte Tötungsaktionen.

Seit einigen Jahren zeigen die Kegelrobbenbestände eine leichte Erholung. Doch das hat auch wieder die Diskussion über die Auswirkungen der Robben auf die Fischbestände entfacht und zu erneuten Forderungen nach Bestandsregulierungen durch Abschuss geführt.

Aktuell gestattet die kanadische Regierung den Abschuss von Kegelrobben mit der Behauptung, dass die Fischereiwirtschaft davon profitiere. Eine wissenschaftliche Grundlage dafür gibt es allerdings nicht.

Darüber hinaus gibt es immer noch Pläne, eine groß angelegte Tötungsaktion in der Kinderstube der Kegelrobben auf Sable Island durchzuführen und damit schätzungsweise 70 Prozent der in kanadischen Gewässern lebenden Population auszulöschen.

Der IFAW überwacht und bekämpft solche Pläne für grausame Bestandsregulierungen und leistet einen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung der Wanderwege und Fressgewohnheiten von Kegelrobben. 

Seebären in Namibia

Die Südlichen Seebären in Namibia werden – wie andere Robben auch – wegen ihres hochwertigen Fells und anderer Produkte gejagt. Zwischen Juli und November werden Zehntausende Seebären an den Stränden des Landes getötet. Die dabei angewendeten Methoden sind inhuman, und die namibischen Behörden lassen keine routinemäßige Beobachtung der Jagd durch unabhängige Tierschutzexperten zu. Zurzeit ist das Filmen oder Fotografieren bei der Seebärenjagd in Namibia verboten. Weitere Informationen über die Grausamkeit der Robbenjagd in Namibia finden Sie in dieser wissenschaftlichen Abhandlung.

Der kommerzielle Walfang im südlichen Afrika begann bereits Anfang des 17. Jahrhunderts. Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren 23 Kolonien zerstört und die Bestände gefährlich stark dezimiert. In Südafrika ist die Robbenjagd seit 1990 verboten. Namibia ist diesem Beispiel leider nicht gefolgt. Die Regierung behauptet, die alljährliche Jagd auf Seebären schaffe Arbeitsplätze und schütze die Fischerei.

Seit den 1980er Jahren kämpft der IFAW gegen die Seebärenjagd – erst in Südafrika, später dann in Namibia. Die Jagd ist inhuman, und das Argument, Seebären beeinträchtigten die Fischbestände, ist wissenschaftlich nicht haltbar.

In Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen Tierschutzorganisationen werden wir auch weiterhin hartnäckig für ein Verbot des unnötigen Robbenschlachtens in Namibia kämpfen.

Der IFAW finanziert darüber hinaus ein Projekt zur Erforschung der Südlichen Seebären in ihren Kinderstuben unweit der südafrikanischen Küstenmetropole Port Elizabeth. Im Rahmen dieses Projekts ist beabsichtigt, Jungtiere, die während der Sommerstürme abgetrieben werden, in die Kolonie zurückzuführen, um ihre Überlebensfähigkeit, ihr Fressverhalten, ihre Ernährungspräferenzen und Wanderbewegungen zu untersuchen. 

Stopp der grausamen Jagd auf Robben! Fordern Sie Kanada auf, die Robbenjagd zu verbieten.

Fordern Sie Kanada auf, die Robbenjagd zu verbieten.

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