Meeressäugetiere wie die Robbe sind nicht nur durch kommerzielle Jagd und den Klimawandel, sondern auch durch Verletzungen, Krankheit, Strandung und Fischernetze gefährdet. Das IFAW-Team für die Rettung und Erforschung von Meeressäugetieren (MMRR) und das IFAW-Robbenteam retten – wo immer dies möglich ist – auch einzelne Tiere, die in Gefahr geraten sind.

Das Cape Cod Stranding Network in den USA

Im Meer treibende Reste von Fischernetzen sind eine große Gefahr für Meeressäugetiere. Sie können chronische Verletzungen oder gefährlichen Infektionen verursachen und die Tiere daran hindern, sich normal im Wasser zu bewegen oder Nahrung aufzunehmen. Ganz in der Nähe der IFAW-Zentrale auf der Halbinsel Cape Cod an der Ostküste der USA werden immer wieder Robben gesichtet, die in Fischernetze verstrickt sind. Dann rückt unser MMRR-Team aus, um die Tiere vor einem oft langsamen und schmerzvollen Tod zu bewahren.

Der IFAW rettet bereits seit den 1980er Jahren gestrandete Meeressäugetiere und schloss sich 2007 mit dem 1998 gegründeten Cape Cod Stranding Network (CCSN) zusammen. Die Arbeit des CCSN konzentriert sich in erster Linie auf Cape Cod, weil hier jedes Jahr überdurchschnittlich viele Strandungen registriert werden. Es gibt viele Ursachen für solche Strandungen, wie beispielsweise Schlechtwetter, Krankheit oder Verletzung, Schiffskollisionen und die Verstrickung in Fischernetzen.

Rehabilitation von Mittelmeer-Mönchsrobben in Griechenland

Vor einigen tausend Jahren war die Mittelmeer-Mönchsrobbe fast überall im Mittelmeerraum anzutreffen. Heute kämpft diese Robbenart ums Überleben. Die einst riesige Population, von der die Hälfte in griechischen Gewässern lebt, wird heute auf weniger als 600 Exemplare im Mittelmeer und an einigen Küstenabschnitten Westafrikas geschätzt.

Der IFAW unterstützt seit den 1980er Jahren die Erforschung der Mittelmeer-Mönchsrobbe sowie die Einrichtung von Schutzgebieten und Initiativen zur Erhaltung der Art.

Dazu arbeiten wir seit längerem mit der Griechischen Gesellschaft zur Erforschung und zum Schutz der Mönchsrobbe (MOm) zusammen und finanzierten in den 1990er Jahren den Bau des Forschungsboots IFAW Odyssia, das auch heute noch zur Überwachung der Populationen eingesetzt wird.

Der IFAW und die MOm kooperieren vor allem auf dem Gebiet der Rettung und Rehabilitation von Jungrobben. Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist durch das Vordringen des Menschen von den Schieferstränden vertrieben worden, wo sie vorzugsweise ihre Jungen zur Welt brachten. Heute ziehen sie sich dazu in Höhlen mit schmalen Schieferstreifen zurück, wo sie besser vor Störungen durch Menschen geschützt sind. Dort befinden sich die Jungen allerdings dichter am Wasser und werden bisweilen von der Brandung in die See gerissen.

Stopp der grausamen Jagd auf Robben! Fordern Sie Kanada auf, die Robbenjagd zu verbieten.

Fordern Sie Kanada auf, die Robbenjagd zu verbieten.

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