Die Robbenjagd indigener Völker

Die kanadische Regierung behauptet zwar beharrlich, die kommerzielle Robbenjagd sei wichtig für die Inuit, doch in Wirklichkeit hat die kommerzielle Jagd mit der Robbenjagd für den Eigenbedarf überhaupt nichts gemein.

Die Inuit erlegen in den Sommermonaten etwa 1.000 Sattelrobben und haben es dabei vor allem auf ausgewachsene Tiere abgesehen. Bei der kommerziellen Jagd in Kanada, die einige Monate früher stattfindet, töten die Jäger Zehn- bis Hunderttausende Sattelrobben, die jünger als drei Monate alt sind.

Der IFAW ist nicht gegen die Subsistenzjagd, bei der Tiere nicht unnötig leiden, und auf die indigene Völker für die Nahrungsbeschaffung und zur Herstellung von Kleidung und anderen Produkten für den eigenen Bedarf angewiesen sind. Wir sind auch nicht gegen den Verkauf und den lokalen Vertrieb von Robbenerzeugnissen, die aus der Subsistenzjagd stammen und für indigene Gemeinschaften bestimmt sind.

Allerdings bekämpfen wir die Versuche einer Regierung, einen groß angelegten und grausamen Raubbau an der Natur mit der von indigenen Völkern betriebenen Jagd für den Eigenbedarf zu vergleichen, um die Öffentlichkeit bewusst zu täuschen.