Die Schließung der Märkte für Robbenerzeugnisse ist ein wichtiges Element der Robbenkampagne des IFAW.
Europa verbot 1983 auf wachsenden öffentlichen Druck hin die Einfuhr der Produkte von Sattelrobbenjungtieren (Whitecoats) und rettet damit in den folgenden zehn Jahren über eine Million Neugeborene vor den Knüppeln der Jäger. Im Jahr 2009 verbot die Europäische Union den Handel mit Robbenerzeugnissen und rettete damit noch mehr Robben das Leben. Ausgenommen von diesem Verbot sind nur die Robbenerzeugnisse der Inuit.
Auch in China und anderen Teilen Asiens wächst die Abneigung gegen Produkte der grausamen Robbenjagd. In diesem Teil der Welt klären wir die Verbraucher durch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit über die Brutalität der kommerziellen Jagd auf, damit neue Märkte für Robbenerzeugnisse gar nicht erst entstehen.
Mit solchen Maßnahmen und dem Rückhalt durch Millionen Förderer und Unterstützer aus allen Teilen der Welt konnte der IFAW bisher Handelsverbote in 30 Ländern und eine deutliche Abnahme der Nachfrage nach Robbenprodukten erreichen. Wir werden diese Kampagne gemeinsam fortsetzen, bis der Handel mit Robbenerzeugnissen und damit auch das Töten ganz aufhören.
Marktentwicklung für Robbenerzeugnisse
- 1972 Der US-Kongress verabschiedet das Marine Mammal Protection Act (Gesetz zum Schutz der Meeressäugetiere), das die Einfuhr von Robbenerzeugnissen verbietet.
- 1983 In Europa leistet der IFAW einen maßgeblichen Beitrag zur Durchsetzung eines Importverbots für die Produkte von Sattelrobbenjungtieren (Whitecoats) und Klappmützenjungtieren (Bluebacks).
- 1987 Die kanadische Regierung verbietet die kommerzielle Jagd auf Sattelrobbenjungtiere (Whitecoats) und Klappmützenjungtiere (Bluebacks) in kanadischen Gewässern.
- 1990 Südafrika verbietet nach 15-jähriger hartnäckiger IFAW-Kampagne die Jagd auf Seebären.
- 2006 Mexiko verhängt ein Im- und Exportverbot für Meeressäugetiere und deren Produkte.
- 2007 Belgien und die Niederlande verbieten die Einfuhr von Robbenerzeugnissen. Auch hier hat der IFAW intensive Kampagnenarbeit geleistet.
- 2009 Russland verbietet die Tötung von Sattelrobben, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
- 2009 Die EU verabschiedet ein Handelsverbot für alle Robbenerzeugnisse. Ausgenommen hiervon sind nur Robbenerzeugnisse der Inuit.
- 2010 Der IFAW kämpft für die konsequente Durchsetzung des EU-Handelsverbots und informiert weiterhin weltweit über die Grausamkeit der kommerziellen Robbenjagden.
Jetzt spenden
Unsere Arbeit braucht Ihre Unterstützung. Bitte helfen Sie den Tieren mit einer Spende.