CITES-Vertragsstaatenkonferenz

Seit 40 Jahren findet alle zwei bis drei Jahre die Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) statt. Dort wird eine Vielzahl an Themen diskutiert, die einen großen Einfluss auf den Erhalt gefährdeter Tier- und Pflanzenarten haben.

CITES ist ein internationales Abkommen zwischen Regierungen und dient dem Schutz gefährdeter wildlebender Tier- und Pflanzenarten durch Regulierung des internationalen Handels. CITES hat 182 Mitglieder beziehungsweise Vertragsstaaten.

Bereits seit 1997 entsendet der IFAW eine Gruppe von Delegierten zur Vertragsstaatenkonferenz, die in diesem Jahr vom 24. September bis 5. Oktober in Johannesburg stattfindet.

In seiner Rolle als Beobachter prüft und analysiert der IFAW auf der Vertragsstaatenkonferenz die eingereichten Anträge und gibt Stellungnahmen und Empfehlungen ab.

Der IFAW unterstützt folgende bei der diesjährigen Vertragsstaatenkonferenz von CITES zur Diskussion stehende Initiativen:

  • Schließung der Binnenmärkte für den Elfenbeinhandel durch Verabschiedung von Gesetzen, Verordnungen sowie die Ergreifung von Maßnahmen für deren Durchsetzung; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Aufforderung aller Vertragsstaaten zur Zerstörung ihrer Lagerbestände an Elfenbein und zur Festlegung von Regeln für die Zerstörung künftiger Elfenbeinbestände; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Aufforderung aller Elefanten-Verbreitungsstaaten zur Verabschiedung von Gesetzen, Verordnungen sowie zur Ergreifung von Maßnahmen zur Unterbindung des illegalen und zerstörerischen Handels mit lebenden Elefanten; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Besserer Schutz für Elefanten in Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe durch Listung der Populationen auf Anhang I statt Anhang II; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Listung des Graupapageis auf Anhang I, um Populationen in West- und Zentralafrika vor Übernutzung durch den Handel zu schützen; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Transfer aller Populationen des Afrikanischen Löwen von Anhang II auf Anhang I, um sie vor nicht nachhaltigem Handel zu schützen; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Schutz aller acht afrikanischer und asiatischer Schuppentierarten vor übermäßigem Handel durch Transfer von Anhang II auf Anhang I; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Listung aller drei Arten von Fuchshaien, aller neun Arten von Teufelsrochen und des Seidenhais in Anhang II, um sie vor Überfischung zu schützen; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Schutz des Berberaffen vor Handel durch Transfer aller Populationen von Anhang II auf Anhang I; Positionspapier des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)

Der IFAW lehnt folgende Initiativen ab:

  • Genehmigung des Handels mit Elfenbein in Namibia und Simbabwe durch Löschung beziehungsweise Änderung der Fußnote zur CITES Anhang II-Listung für die entsprechenden Populationen des Afrikanischen Elefanten; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)
  • Genehmigung des Handels mit Hörnern des Südlichen Breitmaulnashorns durch Änderung der derzeitigen Anhang II-Fußnotenregelung für die Population in Swasiland; Positionspapiere des IFAW in (Englisch) (Französisch) (Spanisch) (Arabisch)

Die drei CITES-Anhänge zum Schutz von Tieren

CITES enthält drei Anhänge, die den jeweiligen Schutzstatus wilder Tier- und Pflanzenarten bestimmen:

Im Anhang I sind unmittelbar vom Aussterben bedrohte Arten wie Tiger und einige Populationen Afrikanischer Elefanten gelistet. Ein kommerzieller Handel mit diesen Arten ist verboten.

Anhang II listet Arten wie die Saiga-Antilope und die Weißkopfruderente, die vom Aussterben bedroht sein können, sofern der kommerzielle Handel mit ihnen nicht streng reguliert wird.

Anhang III listet Arten wie die Geierschildkröte und das Walross. Hier handelt es sich um Arten, für die einer der Vertragsstaaten die anderen CITES-Vertragsstaaten um Unterstützung bei der Kontrolle des Handels gebeten hat. Diese Tiere und Pflanzen sind jedoch nicht zwangsläufig vom Aussterben bedroht.