Die Einrichtung sicherer Korridore für Asiatische Elefanten

 

Asiens Elefanten sind stark bedroht. Durch die Jagd auf Elfenbein, den Verlust, die Zersplitterung und Verschlechterung ihrer Lebensräume, gibt es in Asien nur noch 35.000-40.000 wild lebende Elefanten. Es besteht dringender Handlungsbedarf, soll das Überleben der wenigen verbleibenden Elefanten gesichert werden.

Der Kaziranga-Karbi Anglong-Elefantenkorridor

Der Kaziranga-Karbi Anglong-Korridor in Panbari (Assam) verbindet die Elefantenpopulationen des Kaziranga-Nationalparks und des South Karbi Anglong Wildlife Sanctuary - ein Gebiet, auf dem nahezu 2000 Elefanten leben.

Der Korridor erstreckt sich über circa 72,5 Hektar, wovon 15 Hektar von der Regierung erworben wurden. Die übrige landwirtschaftlich genutzte Fläche gehört den Menschen des Methoni Tea Estate und der Dörfer von Siljuri-Kakojuri.

Assams Zivil- und Forstverwaltung versuchte, diesen wichtigen Wanderkorridor zu schützen. Doch waren ortsansässige Landbesitzer der Meinung, die von der Regierung angebotene Entschädigung sei nicht angemessen. Um das Land zu erwerben und die Lebensbedingungen der Dorfbewohner zu verbessern, setzten wir uns ab 2007 mit den für diesen Korridor zuständigen Interessenvertretern zusammen.

Nach langen Verhandlungen boten wir doppelt soviel wie die von der Regierung gezahlte Entschädigungssumme. Die Bevölkerung von Siljuri-Kakojuri willigte schriftlich ein, das Land abzutreten, das etwa 70 Prozent der Fläche des Korridors ausmacht. Im Dezember 2009 wurde das Land erworben.

Neben einer finanziellen Entschädigung wurden andere Aktivitäten vertraglich festgelegt, um die Lebensbedingungen in den Gemeinden zu verbessern.

Für eines der Dörfer stellte der Mangel an sauberem Trinkwasser ein großes Problem dar. Um es zu lösen, installierte der IFAW zwei Handpumpen. Im Gebäude der Grundschule gab es fast keine Möbel und Ausstattung und es befand sich in schlechtem Zustand. Wir halfen, die notwendigen Reparaturen vorzunehmen und stellten Pulte, Stühle sowie Unterrichtsmaterialien für eine bessere Grundschulausbildung zur Verfügung.

Um mit den Einwohnern des Dorfes Methoni eine Übereinkunft zu erzielen, laufen nach wie vor Verhandlungen.