Ratgeber: Kein Tier als Urlaubssouvenir!

Schick, aber tödlich: Souvenirs aus Reptilienleder
Montag, Februar 11, 2013
Hamburg

Ratgeber:
Kein Tier als Urlaubssouvenir!

Hamburg, 11.02.2013 – Die Deutschen sind Reiseweltmeister. Ganzjährig locken ferne Ferienziele mit Sonne, fantastischer Landschaft und faszinierender Tierwelt. Aber genau die ist bedroht – nicht zuletzt durch Touristen, die ahnungs- oder gedankenlos Souvenirs kaufen, für die geschützte Wildtiere sterben müssen. Aber: Urlauber können leicht einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Tierwelt leisten, indem sie ein paar einfache Regeln befolgen. Robert Kless, Experte für den illegalen Handel mit Wildtieren beim IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) gibt fünf einfache Tipps:

1. Fallen Sie nicht auf schicke Accessoires herein!

Pumps aus Reptilienleder, ein Elfenbeinarmreif oder eine Halskette aus Haifischzähnen mögen toll aussehen – in jedem Fall mussten aber Tiere qualvoll dafür sterben, oft sogar Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind.

2. Informieren Sie sich!

Informieren Sie sich vor Ihrer Reise, welche Souvenirs verboten oder fragwürdig sind. Viele Produkte werden aus Tierarten hergestellt, die unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES, cites.org) stehen und dürfen gar nicht oder nur mit behördlichen Genehmigungen gehandelt werden. Weitere Infos finden Sie auf der IFAW-Webseite (http://bit.ly/Wildtierhandel) oder nach Ländern sortiert auf http://artenschutz-online.de.

3. Lassen Sie sich nichts erzählen!

Viele Verkäufer sind äußerst geschickt darin, ihre Waren selbst an kritische Touristen zu verkaufen – Flunkereien inklusive. Da wird behauptet: „Alles legal, kein Problem!“ oder dass das Elfenbein von natürlich gestorbenen oder sogar von lebenden Elefanten stamme. Das ist Unsinn! Vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand und verzichten Sie im Zweifel lieber.

4. Shoppen Sie nachhaltig!

Der Kauf von landestypischem Kunsthandwerk unterstützt die einheimische Bevölkerung ohne die natürlichen Ressourcen auszubeuten. In Südafrika beispielsweise gibt es wunderschöne Figuren aus Speckstein oder coole „Township-Radios“ aus recycelten Coladosen.

5. Vermeiden Sie böse Überraschungen bei der Rückkehr!

Werden Sie beim Zoll mit illegalen Wildtier-Souvenirs erwischt, drohen empfindliche Strafen bis 50.000 Euro Bußgeld (Ordnungswidrigkeit) bzw. in schweren Fällen bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

IFAW-Experte Robert Kless mahnt außerdem, dass die Auswirkungen des Wildtierhandels nicht zu unterschätzen sind: „Nach Schätzungen von Interpol bringt der Wildtierhandel jährlich weltweit etwa 20 Milliarden US-Dollar ein und wird nur noch vom Drogen- und Waffenhandel übertroffen. Alleine in Deutschland gab es im letzten Jahr laut BfN 1.223 Beschlagnahmungen, eine Zahl, die für tausende tote Tiere steht.“

Fotos Copyright: IFAW

Für weitere Informationen & Tipps, Interviews oder Bildmaterial:
Dörte von der Reith, Pressesprecherin IFAW Deutschland, Tel. 040-86650033, mobil: 0160-90486493 oder dreith@ifaw.org

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Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
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