Leonardo DiCaprio und IFAW gegen Elfenbeinhandel
Jedes Jahr behandelt die Animal Action Kampagne ein anderes Tier- und Artenschutzthema. „Tierisch toll – Mach Dich stark für Elefanten“ lautet der aktuelle Titel. Schwerpunkt ist die akute Bedrohung der Elefanten 20 Jahre nach Inkrafttreten des internationalen Handelsverbots für Elfenbein. Die Elefantenpopulationen erholten sich damals zunächst. Die laxe Handhabung der Schutzbestimmungen in den letzten Jahren hat allerdings die Art in einigen afrikanischen Ländern an den Rand der Ausrottung geführt.
Im kommenden Jahr will der IFAW eine Million Unterschriften sammeln, um Regierungen dazu zu bringen, ein Elfenbeinhandelsverbot ohne Ausnahmen durchzusetzen. Die internationale Gemeinschaft soll auch ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Wilderei verstärken.
„Der Elfenbeinhandel befeuert Konflikte und Kämpfe“, sagt DiCaprio. „Elefanten werden von Wilderern getötet und internationale kriminelle Banden tauschen die Stoßzähne gegen Drogen oder Waffen, bis das Elfenbein als Plunder oder Schmuck bei den Verbrauchern landet. Behörden in 85 Ländern haben seit Inkrafttreten des Handelsverbots 1989 fast 360 Tonnen Elfenbein auf dem Schwarzmarkt konfisziert.“
Vielen Menschen ist nicht klar, dass Stoßzähne nur von toten Elefanten stammen können. Eine Umfrage von TNS im Auftrag des IFAW ergab, dass 27 Prozent der Deutschen, 31 Prozent der Briten, 23 Prozent der US-Amerikaner und 38 Prozent der Australier der Meinung sind, Elefanten müssten nicht getötet werden, um ihre Stoßzähne zu entfernen. Im größten Elfenbeinmarkt China wissen 70 Prozent der Konsumenten dies nicht, so eine IFAW Studie von 2007.
„Weltweit ist vielen Menschen nicht bewusst, dass Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet werden. Darum ist Aufklärung und Bildungsarbeit so wichtig“, sagt DiCaprio weiter. „1979 gab es noch 1,3 Millionen Elefanten. Ungezügelte Wilderei und andere Faktoren haben den Bestand um über die Hälfte dezimiert, auf geschätzte 500.000 Tiere.“
„Wir fühlen uns geehrt, dass Leonardo unsere Animal Action Kampagne gegen den Elfenbeinhandel unterstützt“, sagt Fred O’Regan, Präsident des IFAW. „Wir hoffen, mit seiner Hilfe eine Bewegung für Elefanten zu schaffen, die die Welt nicht ignorieren kann.“
Das Animal Action Programm stellt kostenloses Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung. Dazu gehört auch eine DVD und Anregungen, wie jeder für die Elefanten aktiv werden kann.
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