Spektakulärer Aufgriff von 1041 Elefanten-Stoßzähnen in Tansania

Donnerstag, August 25, 2011
Hamburg
Tansanische Behörden beschlagnahmten gestern 1041 Elefanten-Stoßzähne auf der Insel Sansibar – der bisher größte von vielen beträchtlichen Elfenbein-Aufgriffen in diesem Jahr.

Die Elfenbein-Lieferung stammte aus Daressalam und sollte nach Malaysia verschifft werden. Die Stoßzähne waren in einer Ladung Sardellen versteckt, deren Geruch vom Elfenbein ablenken sollte.

„Diese Aufgriffe sind eine bittere und unausweichliche Mahnung, dass wir den Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel verlieren“, so James Isiche, Leiter des Ostafrika-Büros des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) „Wir brauchen einen internationalen Aufschrei, um Investitionen zum Ausbau der behördlichen Kapazitäten gegen Schmuggler zu erreichen. Ohne die haben wir keine Chance gegen die internationalen Verbrecher-Syndikate, die von diesen Elefanten-Massakern profitieren.“  

Der IFAW begrüßt den Erfolg der tansanischen Behörden, warnt aber gleichzeitig, dass dies nur eine einzige Lieferung in einem florierenden internationalen, illegalen Handel ist, der die Existenz der Elefanten in einigen Ländern bedroht.

Eine kürzliche Studie des Handels mit Elfenbein in Guangzhou, China, schätzt den Wert auf 520 Euro pro Kilo. Ausgehend von einem Durchschnittsgewicht von fünf Kilo pro Stoßzahn entspricht die in Tansania aufgegriffene Ladung einem Wert von etwa 2,8 Millionen Euro.

Der IFAW und INTERPOL halten zur Zeit in Gabarone, Botswana, einen Workshop zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels ab mit 27 Teilnehmern aus elf südafrikanischen Staaten.

„Dieser Aufgriff beweist, dass die vom IFAW finanzierten Anti-Wilderer-Workshops von INTERPOL elementar wichtig sind, um Elefanten zu retten“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Die internationale Gemeinschaft muss die afrikanischen Länder im Kampf gegen die Elefanten-Wilderei unterstützen und jeden legalen Elfenbein-Verkauf unterbinden, weil dieser das illegale Schlachten weiter anfacht.“

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