Gerettet: Vier Grizzlywaisen kehren in die kanadische Wildnis zurück

Montag, Juni 27, 2011
Hamburg
Vier einjährige Grizzly-Waisen wurden gestern in der kanadischen Provinz British Columbia nach erfolgreicher Rehabilitation in die Wildnis entlassen. Die Aufzucht und Auswilderung ist Teil eines Pilotprojekts des IFAW (Internationale Tierschutz-Fonds), der von einem deutschen Ehepaar betriebenen Northern Lights Wildlife Society (NLWS – www.wildlifeshelter.com) und des Umweltministeriums von British Columbia.

Die vier Grizzlys Drew, Jason, Lori und Dean wurden letztes Jahr in die NLWS-Station gebracht, nachdem ihre Mütter getötet worden waren. Sie werden per Lastwagen und Hubschrauber in ihr neues Zuhause in der Nähe des Owikeno Sees transportiert.

Das Pilotprojekt untersucht, ob es möglich ist, verwaiste Grizzlybären auszuwildern. Das galt lange Zeit als nicht erfolgversprechend. Dies ist nun das dritte Mal, dass Grizzlys, die in der NLWS aufgezogen wurden, wieder in die Freiheit entlassen werden. Zwei Bären wurden 2008 ausgewildert und zwei im Sommer 2009.

„Alle vier Bären wurden mit Satelliten-Halsbändern ausgestattet“, erklärt John Beecham, Bären-Experte des IFAW. „So können wir ihre täglichen Bewegungen monatelang genau verfolgen. Wir sind zuversichtlich, dass diese Grizzlys nicht nur in der Wildnis überleben, sondern sich prächtig entwickeln werden.“

Das Auswilderungsgebiet wurde sorgfältig ausgewählt, um Mensch-Tier-Konflikte in Zukunft zu vermeiden. Diese führten letztes Jahr zur Tötung der Grizzly-Mütter. Die an dem Pilotprojekt beteiligten Parteien werden außerdem Präventivmaßnahmen umsetzen, um ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Grizzlys zu fördern. Der neue Lebensraum der Bären entspricht ökologisch dem Habitat, aus dem sie stammen und die Jagd auf Grizzlys ist dort derzeit verboten.

Der IFAW fördert Projekte zur Aufzucht und Auswilderung von Bärenwaisen als nachhaltige und humane Alternative zum Töten der Tiere. Er betreibt weitere Bären-Rehabilitationsstationen in Russland und Indien.

HD-Video und Fotos der Auswilderung sind vorhanden.

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