IFAW organisiert Konferenz zur Hilfe radioaktiv verstrahlter Tiere in Japan

Dienstag, April 26, 2011
Hamburg
Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) organisiert in Tokio eine Konferenz mit Experten zum Thema radioaktive Strahlung und Tierrettung. Die Teilnehmer aus den USA und aus Japan treffen sich am 2. und 3. Mai, um die gegenwärtige Situation zu analysieren und Maßnahmen zu besprechen, um den Tieren in der Evakuierungszone zu helfen.

Es gibt nur wenig Informationen über die Dekontaminierung und/oder Behandlung von Tieren, die radioaktiver Strahlung ausgesetzt sind. Auch fehlen Standards, die definieren, welche Strahlendosis für Tiere schädlich ist. Man weiß auch kaum etwas über die Überlebenschancen radioaktiv verstrahlter Wild- und Haustiere.

Das Ziel des IFAW-geführten Gipfels ist es, Notfall-Maßnahmen und Richtlinien zu entwickeln, um verstrahlte Tiere ausfindig zu machen, zu evakuieren und zu behandeln. Die Experten werden während der Tagung Themen behandeln wie radioaktive Verstrahlung, Physiologie und Verhalten von Tieren, Tierrettungs- und Evakuierungstechniken, Dekontaminierung, Unterbringung von Tieren, Rehabilitation und Sicherheit der Tierretter.

Dem Komitee der Konferenz gehören Vertreter des japanischen Umweltministeriums an sowie Tierexperten des US-Landwirtschaftsministeriums, Veterinäre der US-Armee, Toxikologen und der IFAW.

„Wir haben mit Leuten aus der Evakuierungszone gesprochen und Videos gesehen, die zeigen, dass viele Tiere dort zurückgelassen wurden“, so Dr. Dick Green, Leiter der Katastrophenhilfe des IFAW. „Wir können die Augen nicht verschliessen vor der Not der Tiere, die seit über einem Monat weder Futter noch Wasser bekommen haben und weiterhin gefährlicher Strahlung ausgesetzt sind.“

Untersuchungen nach Katastrophen in den USA haben gezeigt, dass bis zu 30 Prozent der evakuierten Menschen versuchen, wieder in das Sperrgebiet hineinzukommen, um ihre Haustiere zu retten.
„Wenn wir die Tiere, die sicher dekontaminiert werden können, aus der Evakuierungszone herausholen und wieder mit ihren Familien zusammenführen, wird es die Zahl der Menschen deutlich verringern, die versuchen, in die Gefahrenzone zu gelangen und dabei ihr Leben riskieren“, so Green weiter.

Nach seinem ersten Besuch im japanischen Katastrophengebiet unterbreitete der IFAW den japanischen Behörden einen Notfallplan, der Futterstellen in der Evakuierungszone vorsieht sowie Dekontaminierungs-Training für Tierärzte, den strategischen Einsatz von Transportmitteln und die Vorbereitung vorhandener Tierheime für die Aufnahme der Tiere aus der Gefahrenzone.

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Kampagnenberater
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