Wolfspaar in Brandenburg nachgewiesen

Dienstag, April 19, 2011
Hamburg
Im Rahmen der Monitoringmaßnahmen des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) konnte für das Untersuchungsjahr 2011 die Anwesenheit eines Wolfspaars in der Lieberoser Heide wieder zweifelsfrei nachgewiesen werden. Auf Bildern einer Fotofalle sind beide Wölfe zu sehen.

„Wir freuen uns sehr über diesen Nachweis,“ erklärt Robert Kless, Wolfsexperte des IFAW. Die Biologin Yvette Krummheuer führt das Wolfsmonitoring in diesem Gebiet durch. In den vergangenen Monaten wurden regelmäßig Hinweise auf die Anwesenheit des Wolfes im Gebiet gefunden. Ein Nachweis, dass nach wie vor beide Tiere dort leben, ist jedoch einige Monate her. Umso erfreulicher sind nun die Bilder, auf denen beide Tiere deutlich abgelichtet wurden.


Im Januar 2010 konnten erstmalig im Gebiet der Lieberoser Heide zwei Wölfe anhand einer Fotofalle der Stiftung Naturlandschaften Brandenburgs nachgewiesen werden. Seitdem besteht die Hoffnung, dass sich dort Nachwuchs einstellt.


„Brandenburg ist ein tolles Wolfsgebiet,“ so Kless weiter. „Es gibt große Gebiete mit ausreichend Wild und Rückzugsmöglichkeiten. Nun hoffen wir, dass sich in diesem Jahr neben dem Welzower Rudel auch endlich in der Lieberoser Heide und in weiteren Gebieten Wolfsfamilien erfolgreich etablieren können.“ Derzeit leben in Brandenburg ein Wolfsrudel, vier Paare sowie Einzeltiere.


„Um diese Entwicklung positiv zu unterstützen, sollte das Land Brandenburg das  wissenschaftliche Monitoring  verstärkt fördern“,  appelliert Kless. „Eine gute Öffentlichkeitsarbeit auf Grundlage von verlässlichen Fakten ist der beste Weg, die zukünftige Entwicklung der Wölfe in Brandenburg zu sichern.“

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Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland