Riesenladung illegalen Elfenbeins in China aufgeflogen

Dienstag, April 19, 2011
Hamburg
Einer der größten Aufgriffe von illegalem Elfenbein gelang chinesischen Behörden letzte Woche bei einer Routine-Kontrolle. Die Beamten stellten 707 Stoßzähne, 32 Elfenbein-Armbänder und ein Rhinozeros-Horn sicher.  

Einer der größten Aufgriffe von illegalem Elfenbein gelang chinesischen Behörden letzte Woche bei einer Routine-Kontrolle. Die Beamten stellten 707 Stoßzähne, 32 Elfenbein-Armbänder und ein Rhinozeros-Horn sicher.  

Erst vor zwei Wochen hatten thailändische Zollbeamte 247 Elefanten-Stoßzähne in einer Lieferung Gefrierfisch aus Kenia entdeckt.
Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) sieht diese Beschlagnahmungen als Beweis dafür, dass der illegale Handel mit Elfenbein floriert. Eine aufgeflogene Lieferung steht für viele, die unentdeckt auf dem Schwarzmarkt landen.

„Wir freuen uns natürlich über jeden Aufgriff“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Die ungebrochene Nachfrage nach Elfenbein in China macht uns aber große Sorgen. Dort ist der Preis für Elfenbein in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Die hohen Gewinne, die mit dem weißen Gold erzielt werden, heizen die Wilderei, den Schmuggel und den illegalen Handel massiv an.“
Die chinesische Polizei konfiszierte das Elfenbein im Wert von etwa zehn Millionen Euro bei einer Straßenkontrolle am 10. April in der Provinz Guangxi im Süden Chinas, wo die Grenze zu Vietnam verläuft.

„Wir müssen die Nachfrage nach Elfenbein stoppen, sonst werden wir dieses Abschlachten niemals beenden können“, so Grace Gabriel vom IFAW-China. „Um die illegale Handelskette zu durchbrechen, müssen die Politiker der Länder handeln, in denen Elefanten leben und in denen Elfenbein gekauft wird. Und vor allem muss Schluss sein mit legalen Verkäufen von Elfenbein, die immer wieder von der internationalen Artenschutz-Konferenz genehmigt werden. Sie bieten ein ideales Schlupfloch für den illegalen Handel.“

Der April 2011 war einer der bisher katastrophalsten Monate für Elefanten. Neben den Aufgriffen in China und Thailand wurden im zentralafrikanischen Tschad Mitte April 30 abgeschlachtete Elefanten aufgefunden, denen die Stoßzähne abgehackt worden waren. Die Wilderer töteten außerdem einen Militärangehörigen, der versucht hatte, die Elefanten zu beschützen.

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