Russland verbietet Winterjagd auf Bären

Mittwoch, 16 März, 2011
Moskau, Russland
Die russische Regierung hat ein neues Jagdgesetz erlassen, das es verbietet, Bären während des Winterschlafs aus ihren Höhlen aufzuscheuchen, um sie zu erschiessen. Die Jäger töteten dabei auch häufig Bärinnen und hinterließen verwaiste Jungtiere, die ohne ihre Mütter verhungerten oder erfroren.

Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) kämpft seit 1995 gegen die Winterjagd auf Bären in Russland und hat über 150 Bärenwaisen in seiner Rettungsstation in der Twer-Region aufgezogen und ausgewildert.  

„Dieses neue Gesetz ist ein großer Erfolg für den Tierschutz in Russland“, so Dr. Maria Vorontsova, Leiterin des IFAW-Russland. „Es spiegelt die Meinung des russischen Volkes wider, dass Bären vor einer solch grausamen Jagdpraxis geschützt werden müssen.“ 2009 sammelte der IFAW mehr als 400.000 Unterschriften gegen die russische Winterjagd und präsentierte sie dem russischen Umweltminister.

Das neue Gesetz schränkt den Zeitraum für die Bärenjagd stark ein und nimmt die Zeit des Winterschlafs explizit aus. Außerdem ist es jetzt verboten, Bären zu jagen, die weniger als ein Jahr alt sind und Bärinnen mit Jungtieren unter einem Jahr.

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