IFAW wildert gerettete Elefantenwaisen in Indien aus

Montag, Januar 31, 2011
Assam, Indien
Heute transportiert der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) fünf handaufgezogene Elefantenkälber von seiner IFAW-Wildtier-Rettungsstation in Kaziranga zum Manas-Nationalpark im Bundesstaat Assam im Nordosten Indiens. Damit beginnt ihre Auswilderung in den Nationalpark.

Die Auswilderung ist Teil eines langfristigen Progamms, das der IFAW mit seiner Partnerorganisation WTI (Wildlife Trust of India) durchführt, um verwaiste Elefanten in wilde Herden zu integrieren. Das Projekt zum Schutz der stark gefährdeten Asiatischen Elefanten wird von indischen Naturschutzbehörden unterstützt.

Die Kälber, ein Weibchen und vier Männchen, sind zwischen drei und sechs Jahren alt. Sie wurden von ihren Herden getrennt, zwei durch Mensch-Tier-Konflikte, eines durch Überschwemmungen und drei wurden in Teeplantagen gefunden. Sie konnten nicht wieder mit ihren Herden vereint werden.

In der IFAW-Wildtier-Rettungsstation zogen Tierärzte und Pfleger die Waisen mit der Flasche auf. Bei der Aufzucht von Elefanten muss eine enge Beziehung zwischen je einem Pfleger und einem Elefanten gewährleistet sein, da die Kälber sehr lange und sehr eng mit ihren Müttern zusammenleben.

Im Manas-Nationalpark sollen sich die Jungtiere zunächst an ihre neue Umgebung gewöhnen. Ihr Verhalten wird genau beobachtet. Sobald die Tiere sich ganz von ihren Pflegern gelöst haben und in die Freiheit zurückkehren, werden sie mit Senderhalsbändern ausgestattet.

„Dies ist der erste Schritt in die Freiheit. Unser Konzept der sanften Auswilderung ermöglicht es den Elefanten, sich ganz nach ihrem eigenen Tempo an ein unabhängiges Leben zu gewöhnen“, so Ian Robinson, Leiter der Tierrettung des IFAW.

Es ist das dritte Mal, dass Elefanen in Manas ausgewildert werden. Acht Tiere wurden nach erfolgreicher Rehabilitation bereits in die Freiheit entlassen. Einige von ihnen leben heute in wilden Herden.

„Manas hatte schon immer eine große Bedeutung für den Naturschutz“, so Vivek Menon, Leiter des WTI. „Es ist Nationalpark, Tiger-Reservat und UNESCO-Weltkulturerbe. Aber Unruhen haben das Gebiet stark in Mitleidenschaft gezogen, so wurde zum Beispiel die gesamte Nashorn-Population ausgelöscht. So langsam kann sich der Park durch Initiativen wie diese wieder erholen.“

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