Tierschutz-Koalition leistete effektive Hilfe auf Haiti

Mittwoch, Januar 12, 2011
Hamburg
Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti ist die Situation im Land nach wie vor katastrophal: Der Ausbruch der Cholera und gewaltsame Ausschreitungen nach den Wahlen Ende November 2010 haben die Bemühungen um den Wiederaufbau zurückgeworfen. Während die Frustration über die langsame und teilweise ineffektive humanitäre Hilfe wächst, konnte die Tierschutz-Koalition ARCH (Animal Relief Coalition for Haiti) ihre selbstgesteckten Ziele übertreffen: Über 50.000 Tiere haben die Tierrettungskräfte seit dem Desaster behandelt.

Nur wenige Tage nach dem Beben gründeten der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und WSPA (World Society for Protection of Animals) ARCH, um Hilfe für die überlebenden Tiere zu leisten und die Ausbreitung von Krankheiten von Tieren auf Menschen zu verhindern. 19 weitere Organisationen schlossen sich ARCH an.

„Tiere haben eine wichtige Bedeutung für haitianische Familien“, so Dr. Ian Robinson, Leiter der Notfallhilfe des IFAW. „Deshalb sind wir froh, dass unsere mobile Tierklinik 50.000 Tiere behandeln konnte. Unser ursprüngliches Ziel waren etwa 14.000 Tiere.“
ARCH arbeitete mit den haitianischen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt zusammen und stellte ca. 850.000 Euro zur Verfügung. Von dem Geld wurde die mobile Tierklinik finanziert, die sowohl Haus- als auch Nutztiere behandelte. Außerdem wurde das nationale tiermedizinische Labor wieder aufgebaut und solarbetriebene Kühleinheiten für lebenswichtige Impfstoffe im ganzen Land verteilt. In Port-au-Prince führte ARCH eine Erhebung über die Katzen- und Hundepopulation durch und betreibt weiterhin Aufklärungskampagnen zum Tierschutz.

„Unser Ziel war es, so vielen Tieren wie möglich zu helfen und für die Menschen nachhaltige Verbesserungen zu erreichen“, so Dr. Robinson. „Auch wenn die Arbeit der ARCH-Koalition jetzt beendet ist, hat sie die Voraussetzungen für Diagnostik und Krankheitskontrolle geschaffen, sowie eine neue und verbesserte Infrastruktur für Impfprogramme. Das war insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit der Regierung möglich.“

Post a comment

Pressekontakt

Dörte von der Reith
Telefon:
040-86650033
Mobiltelefon:
0160-90486493
E-Mail: