Tiger in Sibirien gewildert
Inzwischen werden die Wilderer von der Polizei verhört. Als Höchststrafe droht bei einer Verurteilung drei Jahre Haft und ein Bußgeld in Höhe von etwa Euro 15.000.
„Dieses Verbrechen sollte die Welt aufrütteln, wir müssen jetzt handeln, um die letzten Tiger zu retten,“ sagt Masha Vorontsova vom IFAW-Russland. „Die Fakten liegen klar auf dem Tisch, geredet wurde schon viel, nun hilft nur noch konkretes Handeln und ein verbindliches, wirkungsvolles Abkommen.“
Vom 21. bis 24. November treffen sich in St. Peterburg die Staatschefs der 13 Länder, in denen Tiger leben oder gelebt haben. Sie wollen sich auf einen koordinierten, globalen Plan verständigen, damit sich die Zahl der wild lebenden Tiger innerhalb der nächsten zwölf Jahre verdoppeln kann. Hauptpunkte werden der Schutz der Lebensräume sein und die Bekämpfung des Handels mit Tigerprodukten.
Erst letzten Monat wurden 25 Händler in sechs Ländern festgenommen. Bei ihnen wurden insgesamt mehr als 50 Kilogramm Tigerknochen, Skelette und Schädel beschlagnahmt. Die von INTERPOL koordinierte und langfristig vorbereitete Aktion lässt das Ausmaß des illegalen Handels nur erahnen.
Die Populationen der wild lebenden Tiger ist im letzten Jahrhundert um dramatische 97 Prozent gesunken. 1900 lebten noch 100.000 Tiger in freier Wildbahn in Asien, heute wird der Bestand auf nur noch etwa 3.000 Tiere geschätzt.
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