Wölfe: Nachwuchs in Brandenburgischer Lausitz

Mittwoch, Juni 30, 2010
Hamburg/Potsdam
Das erste Wolfsjunge dieses Jahres ist jetzt in Brandenburg nachgewiesen worden. Im Rahmen einer Monitoringmaßnahme des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) gelang ein Fotonachweis.

„Es ist ungewöhnlich, dass schon so früh im Jahr Wolfswelpen nachgewiesen werden können“, sagt Robert Kless, Wolfsexperte des IFAW. „Es freut uns besonders, dass unser Monitoring mit den Experten vom Wildbiologischen Büro LUPUS zur Information der Öffentlichkeit beiträgt. Es zeigt, wie wichtig solche Maßnahmen sind.“


Der Welpe wurde zusammen mit zwei älteren Tieren gesehen. Allerdings gibt es noch zu wenige Informationen, um genau Angaben über die tatsächliche Zahl der Welpen in diesem Gebiet machen zu können.


„Wir brauchen diese Nachweise, um die Öffentlichkeit informieren zu können“, so Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes Brandenburg. „Wir lernen, wie und wo sich die Wölfe bewegen und welche Vorsichtsmaßnahmen, zum Beispiel für Schafhalter, zu treffen sind.“


Seit 2009 lebt ein Rudel westlich von Spremberg. Forscher wiesen letztes Jahr dort sechs Welpen nach. Wolfswelpen werden meist Anfang Mai in Höhlen geboren. Erst nach und nach erweitern sie ihren Aktivitätsradius. Die meisten Nachweise für Welpen finden die Forscher üblicherweise erst im Juli. Bis in den Spätsommer leben die Wolfsfamilien sehr zurückgezogen, und die Elterntiere widmen sich voll und ganz der Pflege ihres Nachwuchses.

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Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland