Erstmalig Nebelparder in Indien ausgewildert

Dienstag, Mai 4, 2010
Manas, Indien
Zwei Nebelparder-Jungtiere wilderte der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) Anfang dieser Woche mit seinen Partnerorganisationen in Indien aus. Es ist das erst Mal, dass diese seltene Art in Indien erfolgreich rehabilitiert wurde.

Die zwei Jungtiere haben Sendehalsbänder bekommen. Somit können Experten ihre Bewegungen verfolgen während die Tiere immer unabhängiger werden.


„Natürlich unternehmen wir alles, um den kleinen Nebelpardern ihren Übergang in ein Leben in der Wildnis zu erleichtern,“ erklärt Dr. Ian Robinson, IFAW Tiermediziner und Experte für die Rehabilitation von Tieren. „Beispielsweise benutzen wir dehnbare Halsbänder für die Sender. Sie sollen etwa ein Jahr halten und dann abfallen.“


Die Weltnaturschutzunion IUCN klassifiziert den Bestand der Nebelparder als gefährdet.Weltweit gibt es nur noch etwa 10.000 der extrem scheuen Tiere in Freiheit.


Nebelparder (Neofelis nebulosa) sind nachtaktiv und leben vor allem in Bäumen. Der Nordosten Indiens ist das westlichste Verbreitungsgebiet der zu den Großkatzen zählenden Tiere. Mit einer Schulterhöhe von nur etwa 50 cm sind Nebelparder besonders gut auf das Jagen und Leben in den Ästen der Bäume angepasst. Bisher ist nur wenig über diese Art bekannt.


„Wir hoffen mit den Sendehalsbändern mehr über das Leben der Nebelparder erfahren zu können,“ so Robinson weiter.


Im März 2009 hatten Beamte der Assam Forstverwaltung die verwaisten Jungtiere gerettet. IFAW Mitarbeiter zogen die Babys zunächst mit der Hand auf. Im September 2009 brachten sie die zwei kleinen Nebelparder in die IFAW Auffangstation im Manas Nationalpark. Dort konnten sich die Tiere an ihre neue Umgebung gewöhnen und auf das Leben in der Wildnis vorbereitet werden.

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