Endlich Plan für Wölfe in Sachsen
„Sachsen hat mit diesem Plan die Vorreiterrolle beim Wolfsschutz in Deutschland eingenommen“, lobt Robert Kless, IFAW-Campaigner. „Wir halten ihn für gut. Er muss nun auch konsequent umgesetzt werden.“
Mit dem Managementplan sind Maßnahmen für Konfliktvermeidung und -bewältigung festgeschrieben. Dabei wird viel Wert auf präventives Handeln gelegt, besonders beim Schutz von Nutztieren. Als letztes Mittel wird auch die Möglichkeit des Abschusses von so genannten Problemwölfen in Betracht gezogen.
Zur Beobachtung der Entwicklung der derzeit fünf Wolfsrudel in Sachsen hat der IFAW seit 2001 den Aufbau eines Monitoringprogramms unterstützt. Dieses Programm ist ein wesentlicher Teil des jetzt vorgestellten Managementsplans. Inzwischen hat das Staatsministerium die Finanzierung der wissenschaftlichen Beobachtung für Sachsen flächendeckend übernommen.
Von den bis 2008 geborenen 80 Wolfswelpen ist ein großer Teil der Jungwölfe aus der Oberlausitz abgewandert, wenn auch unklar ist, wohin. Es ist wahrscheinlich, dass einige der in anderen Bundesländern bestätigten Wölfe aus diesem Nachwuchs stammen.
„Die Bestätigung von Wölfen in weiteren Bundesländern macht deutlich, dass die Bundesregierung endlich den notwendigen Rahmen für ein deutschland- und europaweit abgestimmtes Vorgehen im Umgang mit den wildlebenden Wölfen schaffen muss“, fordert Kless.
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