Auswilderung in Arunachal Pradesh

Freitag, Februar 22, 2008
Arunachal Pradesh, Indien
Fünf Kragenbären wurden gestern in Indien vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und seiner Partner-Organisation WTI (Wildlife Trust of India) ausgewildert. Sie waren bei Einheimischen konfisziert worden, die die Bärenjunge als Haustiere hielten. Kragenbären sind vom Aussterben bedroht.
Die Jungtiere wurden in einem Bären-Rehabilitationszentrum (Center for Bear Rehabilitation and Conservaton, CBRC) im Bundesstaat Arunachal Pradesh im Nordosten Indiens von Hand aufgezogen. In einer Übergangsphase gewöhnen sich die Bären tagsüber an ein Leben in freier Wildbahn, kehren aber zum Schlafen ins Zentrum zurück, bevor sie endgültig in ihrem ursprünglichen Lebensraum ausgewildert werden. Das CBRC ist das einzige Projekt in Indien, das sich mit der Rehabilitation und Auswilderung von Kragenbären befasst. Die Station wird vom IFAW, dem Wildlife Trust of India und der lokalen Forst-Behörde betrieben.

„In ganz Indien sind Bären durch Wilderei und Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht,“ so A.J. Cady, Leiter des Tierhilfe-Programms des IFAW. „Die Arbeit des CBRC ist ein Pilotprojekt für den Schutz des Kragenbären und soll später auf ganz Indien ausgeweitet werden. Nach drei Jahren haben wir zuverlässige Methoden entwickelt, die eine erfolgreiche Auswilderung ermöglichen.“

In Arunachal Pradesh töten Jäger traditionelle Kragenbären. Dadurch verwaiste Jungbären werden entweder von Familienmitgliedern als Haustiere großgezogen oder im Zoo der Hauptstadt Itanagar untergebracht. Erst seit der Eröffnung des CBRC besteht die Chance, die Bären wieder auszuwildern. 16 Bären können dort gleichzeitig aufgezogen werden. Derzeit befinden sich noch sechs weitere Tiere in Pflege, die später in die Freiheit entlassen werden sollen. Das Zentrum liegt an einem Flußufer mitten im tropischen Wald und bietet den kleinen Bären ideale Bedingungen zum Aufwachsen.

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