Zwölf Länder beschließen Aktionsplan zur Rettung der Tiger

Dienstag, Dezember 11, 2007
Neu Delhi, Indien
Zwölf Länder haben gestern in Neu Delhi einen gemeinsamen Plan zur Rettung des vom Aussterben bedrohten Tigers vorgestellt. Das Dokument „Aktion Tiger“ wurde vom Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW), dem Globalen Tiger Forum (GTF) und dem Wildlife Trust of India (WTI) zusammengestellt.
Nach jüngsten Berichten leben nur noch 3.000 wilde Tiger weltweit, verteilt auf 14 Länder. Zwölf von ihnen unterzeichneten den Tigeraktionsplan: Bangladesch, Bhutan, Burma, China, Indien, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam. Es fehlen Laos und Nordkorea, da dort bisher keine nationalen Pläne zur Rettung der Tiger existieren.

Der Aktionsplan beinhaltet umfangreiche Maßnahmen aller beteiligten Länder zum Schutz der letzten dort frei lebenden Tiger. „Die Tiger verschwinden vor unseren Augen“, so Peter Pueschel, Leiter der Wildtierkampagnen des IFAW. „Es gibt nur einen Weg, sie zu retten: Die Länder, in denen noch Tiger leben, müssen ihren Schutz gezielt und gemeinschaftlich angehen. Der Tigeraktionsplan ist die erste länderübergreifende Maßnahme dieser Art. Nun kommt es darauf an, die Pläne in die Tat umzusetzen, bevor es zu spät ist.“

Tiger sind bedroht durch Wilderei wegen ihrer Felle, Knochen und weiterer Produkte, außerdem durch Verlust und Zerstückelung ihrer Lebensräume, durch Mensch-Tier-Konflikte und das Verschwinden ihrer Beutetiere.

Der Tigeraktionsplan ist nicht die einzige Maßnahme zur Rettung der Tiger: Auf der Welt-Artenschutz-Konferenz CITES in Den Haag wurde im Juni dieses Jahres eine wichtige Entscheidung gegen die Legalisierung der kommerziellen Tigerzucht getroffen. Außerdem hat Russland kürzlich seine Strafen für die Wilderei sibirischer Tiger drastisch von ca. 35 Euro auf 14.000 Euro erhöht.

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Kelvin Alie, Programmdirektor Wildtierhandel
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Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
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Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien