Europaweiter Elfenbeinhandel boomt im Internet
Momentaufnahmen der Angebote bei Ebay am 15. und 16. Oktober in Großbritannien und Frankreich zeigen ein ähnliches Bild. In Großbritannien fand der IFAW 363 Elfenbeinprodukte im Angebot, in Frankreich sogar 425.
Erfreulicher ist das Bild in Deutschland, hier gab es nur ein Angebot in diesem Zeitraum. Grund: Der IFAW hatte mit Ebay Deutschland verhandelt und Anfang des Jahres erreicht, dass der größte Internet-Marktplatz für den Elfenbeinhandel strenge Richtlinien erlässt. Die Angebote gingen darauf schlagartig zurück. Eine ähnlich beispielhafte Zusammenarbeit will der IFAW auch in anderen Ländern mit Ebay und seinen Marktkonkurrenten erreichen.
„Die Studien in den verschiedenen Ländern zeigen die erschreckenden Ausmaße des Internethandels mit illegalen Produkten, dem unzählige Wildtiere zum Opfer fallen“ erklärt Peter Pueschel, Leiter der IFAW-Kampagne gegen Wildtierhandel. „Regierungen und die großen Anbieter wie Ebay müssen dem illegalen Handel einen Riegel vorschieben. Gerne stehen wir vom IFAW ihnen mit unserer Expertise zur Seite. Das Beispiel Deutschland belegt, dass dies wirkungsvoll möglich ist.“
Experten schätzen, dass jedes Jahr mindestens 10.000 Elefanten für den illegalen Elfenbeinhandel sterben. Deswegen fordert der IFAW ein vollständiges Verbot für Elfenbeinhandel. Das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (WA oder engl. CITES) kann bei seinem nächsten Treffen im Juni 2007 in Den Haag darüber entscheiden.
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